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Medieninformation Zehn neue Straßenbahnen für Erfurt – Freistaat Thüringen fördert die Anschaffung mit 20 Millionen Euro


„Die Thüringer Landesregierung steht zu ihrem Bekenntnis, die Stadt Erfurt bei der Beschaffung neuer Straßenbahnfahrzeuge zu unterstützen. Wir fördern die Anschaffung von zehn neuen Straßenbahnen mit rund 20 Millionen Euro“, sagt die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Susanna Karawanskij. Und weiter: „Unser Ziel ist es, die Kommunen und Verkehrsunternehmen beim Ausbau des klimafreundlichen Nahverkehrs und der kommunalen Verkehrswende zu unterstützen. Investitionen in Straßenbahnen und Straßenbahnnetze sind ein zentraler Bestandteil unserer Förderung des ÖPNV. Dafür haben EU, Bund und Land in dieser Legislaturperiode rund 160 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.“

Frontansicht von vier Straßenbahnen vor Straßenbahndepot
Quelle: SWE / Steve Bauerschmidt

Die Gesamtkosten für die Anschaffung der zehn neuen Niederflurgelenkstraßenbahnen liegen bei 40,5 Millionen Euro. Die Hälfte der Investitionskosten trägt der Freistaat Thüringen. Die Mittel werden u. A. aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Förderperiode 2021 – 2027) bereitgestellt. Die andere Hälfte der Kosten trägt die Stadtwerke Erfurt Gruppe (SWE), zu der die Erfurter Verkehrsbetriebe AG gehört.

„Erfurt setzt intensiv auf den Ausbau des klimafreundlichen Nahverkehrs, das zeigen auch unsere Pläne für die neue Straßenbahnlinie 9 im Osten der Landeshauptstadt. Straßenbahn ist beste E-Mobilität und bestimmt seit Jahrzehnten unser Stadtbild. Wir müssen unsere Angebote im Interesse der Bürgerinnen und Bürger weiter verbessern und das Netz ausbauen – auch dazu brauchen wir diese zehn neuen Tramlinks. Die Förderung ist ein wichtiges Zeichen des Freistaates, über das wir uns sehr freuen“, sagt Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein.

Auch Stadtwerke-Chef Peter Zaiß freut sich über die Förderzusage: „Wir als Stadtwerke sind ein fundamentaler Treiber der Energie- und Verkehrswende in der Thüringer Landeshauptstadt. Die Straßenbahnen, die zu 100% mit Naturstrom fahren, sind ein wichtiges Puzzleteil zur Erreichung der Klimaneutralität vor Ort. Ein großes Dankeschön an den Freistaat und die EU, die uns bei der Beschaffung finanziell unterstützen.“

Nicole Barthel, Prokuristin der Erfurter Verkehrsbetriebe AG betont die Wichtigkeit der Modernisierung der Straßenbahn-Flotte: „14 Tramlink-Straßenbahnen rollen bereits über Erfurts Schienen. Sie haben sich im Linienbetrieb bewährt. Sowohl unsere Fahrgäste als auch unsere Fahrerinnen und Fahrer sind mit den Tramlinks sehr zufrieden. Die zehn neuen Fahrzeuge sind sehr wichtig für die EVAG, um die steigenden Anforderungen an den ÖPNV in Erfurt auch in Zukunft zu meistern.“

Mit dem Förderbescheid an die Erfurter Verkehrsbetriebe AG konnte die Produktion weiterer 10 neuer Fahrzeuge gestartet werden. Die zehn neuen Straßenbahnen sollen 2026 ausgeliefert werden und bis Ende 2026 zum Einsatz kommen.

Ministerin Karawanskij: „Unser Ziel im ÖPNV ist, mehr Mobilität durch weniger Verkehr zu schaffen. Wir wollen daher Fahrgastfreundlichkeit, Umweltverträglichkeit, Barrierefreiheit und Digitalisierung im ÖPNV weiter vorantreiben. Mit den modernen, großräumigen, barrierefreien, ressourcenschonenden und emissionsfreien Neufahrzeugen leisten wir einen wichtigen Beitrag, die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, die Elektromobilität und damit auch die Verkehrswende voranzubringen. Nur durch ein überzeugendes ÖPNV-Angebot können unsere Städte maßgeblich und dauerhaft vom Individualverkehr entlastet werden.“

Hintergrund:
Der Freistaat Thüringen unterstützt seit mehreren Jahren die Beschaffung von neuen Straßenbahnfahrzeugen in erheblichem Umfang. In den Jahren von 2018 bis 2024 werden insgesamt 38 neue Fahrzeuge beschafft (14 für die EVAG und 24 für die Jenaer Nahverkehr). In die Beschaffung dieser Fahrzeuge hat der Freistaat Thüringen 69 Millionen Euro investiert, davon 37 Millionen Euro EU-Mittel (EFRE-Förderperiode 2014 – 2020) und 32 Millionen Landesmittel.

In der EFRE-Förderperiode 2021 – 2027 werden weitere 25 Neufahrzeuge beschafft. Neben den zehn neuen Fahrzeugen in Erfurt werden ebenfalls Anschaffungen in Gera (sechs Fahrzeuge) und Jena (neun Fahrzeuge) umgesetzt. Die Gesamtkosten liegen bei 108 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Verkehrsunternehmen bei der Anschaffung dieser Fahrzeuge mit 37 Millionen Euro EU-Mitteln und 16 Millionen Euro aus dem ÖPNV-Investitionsprogramm.

Auch Ausbau, Erneuerung und Instandsetzung von Straßenbahntrassen wurden und werden vom Freistaat Thüringen gefördert. Zwischen 2019 und 2023 wurden insgesamt 40 Millionen Euro in die Grunderneuerung der Trassen in Nordhausen, Erfurt, Jena und Gera investiert. Außerdem unterstützt der Freistaat die Kommunen bei der Anmeldung von Großvorhaben zum Neu- und Ausbau der Streckeninfrastruktur (Vorhaben in Jena, Gera und Erfurt) im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes des Bundes. So konnten kürzlich 31 Millionen Euro Bundesmittel für den Ausbau der Linie 1 in Jena eingeworben werden.

Das beigefügte Foto kann zur Berichterstattung verwendet werden. Quelle: SWE/ Steve Bauerschmidt

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