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Medieninformation „INS MACHEN KOMMEN! BAUEN HEISST ENTSCHEIDEN“ Jahresauftakt der Bauwirtschaft auf Schloss Ettersburg: Minister Steffen Schütz hält Rede


Unter dem Motto „INS MACHEN KOMMEN! BAUEN HEISST ENTSCHEIDEN“ begehen heute (22. Januar) der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen und der Verband baugewerblicher Unternehmer Thüringen auf Schloss Ettersburg den Jahresauftakt. Neben Infrastrukturminister Steffen Schütz wird die Journalistin Anja Kohl eine Rede halten – ihr Thema ist „Krise oder Wandel? Die Zukunft der deutschen Wirtschaft“.

Bauminister Steffen Schütz hält zur Jahresauftaktveranstaltung der Bauwirtschaft eine Rede. Er steht an einem Pult vor sitzenden Personen und spricht.
Fotos: TMDI / Katja Müller

Infrastrukturminister Steffen Schütz betont in seiner Rede, dass die Erwartungen der Bauwirtschaft an die Politik zu Recht hoch seien. „Völlig zu Recht bauen Sie darauf, dass Politik ins Machen kommt – zügig ausgewogene und vernünftige Entscheidungen trifft. Ich möchte Ihnen versichern: Bauen wird einfacher werden.“

Das Land Thüringen hat dem schnelleren und einfacheren Bauen hohe Priorität eingeräumt – erste Erfolge sind sichtbar: So wurden zum Beispiel im staatlichen Hochbau die Investitionen in öffentliche Bauaufträge erheblich gesteigert, teilweise sogar verdreifacht. Im Bundesbau wurden 2021 rund 39 Mio. investiert, 2025 waren es bereits 122 Mio. Euro. Im Landesbau stiegen die Investitionen im gleichen Zeitraum von 100 Mio. auf aktuell 147 Mio. Euro.

Um die Fortschritte beim Bauen weiter zu verstetigen und deutlich auszubauen hat die Landesregierung eine Reihe von politischen Entscheidungen erarbeitet. Zum Beispiel enthält das im November beschlossene Baupaket 22 konkrete Verbesserungen, Bauen für die Bauwirtschaft als auch für Bauherren zu vereinfachen. Darüber hinaus soll ein Teil des Sondervermögens des Bundes in öffentliche Bauprojekte fließen. Ebenso wird der digitale Bauantrag Standard werden – dadurch werden Anträge vereinfacht und Genehmigungsfristen verkürzt. Durch den neuen Umbau-Paragraph wird ein loslösen von der Neubau-Norm möglich. Dadurch wird die Nachverdichtung im Bestand einfacher und wirtschaftlich attraktiver. Zusätzlich setzt sich das TMDI für die Einführung des Gebäudetyps E ein – das E steht für einfaches und experimentelles Bauen – Bauherren und Planer verzichten dabei auf teure Komfortstandards – Standsicherheit und Brandschutz bleiben unberührt.

Um Bauen weiter zu beschleunigen und zu vereinfachen entwickelt die Thüringer Landesregierung das Erste Thüringer Entlastungsgesetz. Dieses Gesetz dient der Deregulierung und der Stärkung der Eigenverantwortung. So können qualifizierte Fachkollegen wie Architekten, Ingenieure und Meister mehr entscheiden – sie werden verantwortliche Prüfinstanz und entlasten damit die Aufsichtsbehörden. Auch steht das Gesetz für mehr Verfahrensfreiheit und es erleichtert Typengenehmigungen und serielles Bauen.

Der Jahresauftakt der Bauwirtschaft findet zum vierten Mal statt, rund 140 Vertreterinnen und Vertreter der Thüringer Bauunternehmen, der Kammern und Verbände sowie der Politik sind dabei. Musikalisch gerahmt wird die Veranstaltung von Matthias Eichhorn (Kontrabass) und Antonio Lucaciu (Saxophon). Im Anschluss findet ein Get-together im Tafelzimmer des Neuen Schlosses statt.

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