Seitenbeginn Zur Hauptnavigation Zum Seiteninhalt

SAVE THE DATE

5. Thüringer E-Government Kongress

Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur lädt zum 5. Thüringer E-Government-Kongress ein. Die Einladung richtet sich an alle Mitarbeitende der Thüringer Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen, die mit dem Thema betraut sind.

Im letzten Jahr versammelten sich rund 500 Teilnehmende aus allen Thüringer Verwaltungen der Kommunal- und der Landesebene, um sich über aktuelle Projekte der Verwaltungsdigitalisierung auszutauschen.

Angesichts der Entwicklungen in den USA wollen wir uns dem Schwerpunktthema „Digitale Souveränität“ und der Sicherstellung der digitalen Unabhängigkeit der Verwaltung widmen. Im Mittelpunkt stehen eine eigene digitale Infrastruktur, offene Standards und Open-Source-Lösungen.

Der Kongress soll ein aktiver Begegnungs- und Arbeitskongress sein.
Es erwartet Sie ein Marktplatz mit praktischen Umsetzungsbeispielen aus den Verwaltungen und konkreten Hands-On-Angeboten.

Der Marktplatz wird von zahlreichen Fach-Workshops begleitet. Im Rahmen der Veranstaltung zum Thema "Digitale Souveränität" werden digitale Anwendungen, der IT-Betrieb, Services für Bürger und Unternehmen sowie KI-Schulungen aus den verschiedenen Fachbereichen des Fachpersonals unserer Verwaltungen und externen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentiert.

Programmablauf

Dienstag, 16. September 2025 im Steigerwaldstadion Erfurt

  • 09:00 - 09:10 Uhr | Eröffnung (Hauptbühne)

  • 09:10 - 09:55 Uhr | Panel I (Hauptbühne)

    • Proprietäre vs. Open-Source-Software (eine Gegenüberstellung mit Vor- und Nachteilen)
  • 10:00 - 10:45 Uhr | Vorträge und Workshops

    • Digitale Transformation mit KI
       
    • Videokonferenzlösung ThMeet; Gemeinsame Nutzung von OpenSource-Anwendungen durch die Landes- und Kommunalverwaltung im Praxiseinsatz
       
    • Digitale Souveränität durch Open-Source-Lösungen in Bund, Ländern und Kommunen
       
    • Vielfalt ermöglichen. Wandel gestalten. Zukunft leben. Diversität in der digitalen Verwaltung.
       
    • Containerisierte Applikationen und Kubemeets in der öffentlichen Verwaltung – Chancen, Herausforderungen, Best Practices, Integration in die Thüringer Verwaltungscloud
    • Der Übergang vom Projekt in den Betrieb – ein großer Schritt geschafft und die Frage: Wie geht es weiter?
  • 10:50 - 11:20 Uhr | Panel II (Hauptbühne)

    • Aktuelle Open-Source-Ansätze / Souveräner Arbeitsplatz
  • 11:25 - 12:10 Uhr | Vorträge und Workshops

    • Digitalkompetenzen: zwischen Dienstanweisung und Zukunftsgeist
    • Rechtliche Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele für den Einsatz von KI in der Landesverwaltung
    • Die kommunale Softwarelandschaft der Zukunft
    • Transformation mit neuer Kraft. Sicher machen wir das!
    • Digitale Archivierung als Bestandteil digitaler Verwaltung in den Thüringer Kommunen | Open-Source-Programm des Landesarchivs Thüringen zur Aussonderung von E-Akten
       
    • Sicherheitsarchitekturen für ThAVEL
  • 12:10 - 12:30 Uhr | PAUSE

  • 12:30 - 12:40 Uhr | Keynote durch Ministerpräsident Prof. Dr. Mario Voigt (Hauptbühne)

  • 12:40 - 13:15 Uhr | Panel III

    • Strategische Ausrichtung zur digitalen Souveränität (Ausblick / Was braucht Thüringen?)
  • 13:20 - 14:05 Uhr | Vorträge und Workshops

    • Kulturwandel für die digitale Transformation
    • KI-Kompetenzvermittlung am Bespiel des KI-Schulungskonzepts SenFin Berlin und der KI-Basisschulungen des eGov-Campus
    • Digital- und praxistaugliche Regelungsvorhaben: Effizienz steigern, Kosten senken, Bürokratie abbauen
    • Die Vorteile von Open-Source-Software aus Sicht der Datenschutzaufsichtsbehörde
       
    • Sachstand zum Geoproxy 4.0; der Kernkomponente der Geodateninfrastruktur Thüringen
       
    • ThAVEL - Online-Dienst-Builder goes KI
  • 14:10 - 14:50 Uhr | Panel IV (Hauptbühne)

    • Digitale Souveränität als Staatsaufgabe (Open-Source-Mindestanteil / Souveränitätscheck; Gespräch mit ZenDiS)
  • 14:55 - 15:40 Uhr | Vorträge und Workshops

  • 15:45 - 16:00 Uhr | Verabschiedung (Hauptbühne)

Staatssekretärin Milen Starke im Interview zu den Themen Digitale Souveränität und Kulturelle Transformation.

Am 16. September 2025 findet der 5. E-Government-Kongress im Erfurter Steigerwaldstadion statt. Im thematischen Fokus des Kongresses steht digitale Souveränität und die Frage, wie gemeinsam mit den Landes- und Kommunalbehörden innovative Wege gefunden werden, die digitale Transformation der Verwaltung in Thüringen voranzubringen. Der Abschlussbericht der Initiative für einen handlungsfähigen Staat beschreibt "Digitale Souveränität" als die Fähigkeit von Individuen, Organisationen und Staaten, ihre digitalen Infrastrukturen, Technologien, Dienste und Daten unabhängig, selbstbestimmt und rechtlich abgesichert zu kontrollieren, zu gestalten und zu nutzen, um frei von externen Abhängigkeiten digital handeln zu können. Neben zahlreichen Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden bei der Konferenz die Digitalstaatssekretäre aus Sachsen-Anhalt und Hessen sowie der Staatsrat für Digitales aus Bremen erwartet, die von den Erfahrungen der Verwaltungsdigitalisierung aus ihren Bundesländern bzw. Stadtstaaten berichten. Im Vorfeld der Konferenz stellte sich Thüringens Digitalstaatssekretärin, Milen Starke, unseren Fragen zu den Themen digitale Souveränität, offene Standards und wie die Digitalisierung Arbeitsprozesse verändert.

Einstieg & Perspektivwechsel

  • Frau Starke, Sie kommen aus der Wirtschaft und sind neu in der Rolle als Staatssekretärin – was war Ihr erster Eindruck vom Digitalisierungsstand der Verwaltung?

    Mein erster Eindruck war: Es gibt viele engagierte Menschen und gute Ideen – aber zu wenig strukturelle Durchlässigkeit, um diese Ideen auch wirklich schnell und sichtbar umzusetzen. In der Wirtschaft ist der Abstand zwischen Erkenntnis und Entscheidung oft kleiner. Verwaltung denkt sehr gründlich – das ist ihre Stärke, aber gleichzeitig auch ihre größte Herausforderung.

  • Was bedeutet für Sie persönlich „digitale Souveränität“ – ein Begriff, der oft verwendet, aber selten präzise gefasst wird?

    Für mich heißt digitale Souveränität, dass der Staat in der Lage ist, seine digitalen Grundfunktionen selbst zu beherrschen – ohne strukturelle Abhängigkeit von einzelnen Konzernen, Technologien oder Geschäftsmodellen. Es geht um Gestaltungsfreiheit, Transparenz und langfristige Handlungsfähigkeit.

  • Wie unterscheidet sich der Umgang mit digitalen Technologien in der Verwaltung im Vergleich zur Wirtschaft – gerade mit Blick auf Eigenverantwortung und Tempo?

    In der Wirtschaft gibt es oft ein größeres Vertrauen in Prototyping und Iteration. In der Verwaltung herrscht ein starker Anspruch auf Fehlervermeidung, was verständlich ist – aber in der digitalen Welt zu Innovationsbremsen führen kann. Hier müssen wir neue Wege der Risikosteuerung finden, ohne unsere Verantwortung und den rechtlichen Rahmen aufzugeben.

Politische Vision und Strategie

  • Welche strategischen Ziele haben Sie sich für Ihre Amtszeit in Bezug auf digitale Souveränität gesetzt – konkret für Thüringen?

    Ich möchte dazu beitragen, dass wir in Thüringen Schritt für Schritt die Voraussetzungen dafür schaffen, souveräner und zukunftsfester auf digitalem Wege zu arbeiten. Für mich heißt das, klare Entscheidungskriterien für Technologien und mehr Open-Source-Komponenten, sowie Plattformfähigkeit, Datenhoheit und Innovationsförderung. Außerdem wird der Kulturwandel – also wie wir führen, zusammenarbeiten und lernen – eine Rolle spielen.

  • Ist ein Open-Source-Mindestanteil in Landesprojekten für Sie vorstellbar – und wenn ja, unter welchen Rahmenbedingungen?

    Ich halte einen Open-Source-Mindestanteil für denkbar – aber er muss in ein Gesamtkonzept eingebettet sein, das auch Fragen des Betriebs, der Wartung und der Akzeptanz beantwortet. Es geht nicht um Ideologie, sondern um Robustheit, Steuerbarkeit und auch wirtschaftliche Teilhabe für mittelständische Firmen aus der Region.

  • Welche Rolle könnten Instrumente wie ein „Souveränitätscheck“ bei der Auswahl von IT-Lösungen spielen?

    Souveränitätschecks sind für mich ein kluges Instrument, um frühzeitig zu erkennen, ob eine geplante IT-Lösung mit unseren langfristigen Zielen vereinbar ist – ähnlich wie Nachhaltigkeitsprüfungen. Sie sollten verpflichtend sein, aber pragmatisch und beratend wirken, nicht als neue Hürde.

  • Wie können wir föderal abgestimmt mit anderen Ländern und dem Bund mehr Souveränität erreichen – ohne Redundanzen?

    Wir müssen viel stärker gemeinsame Standards definieren, auch bei Schnittstellen und Architekturen – damit wir im Betrieb lokal bleiben können, aber überregional interoperabel sind. Projekte wie openDesk oder GovTech-Plattformen zeigen, dass das funktioniert.

Kultureller Wandel und Verwaltungsrealität

  • Inwiefern sehen Sie den kulturellen Wandel in der Verwaltung als Voraussetzung für digitale Transformation – oder eher als Nebenprodukt?

    Kultureller Wandel ist keine Nebenwirkung – er ist die Voraussetzung. Digitalisierung verändert Kommunikation, Verantwortung und Zusammenarbeit. Wenn wir das ignorieren, bauen wir digitale Technik auf analoge Strukturen – und das funktioniert nicht nachhaltig.

  • Was muss sich im Selbstverständnis von Verwaltung ändern, um digitale Souveränität nicht nur als Technik-, sondern auch als Kulturfrage zu begreifen?

    Wir müssen lernen, Verwaltung nicht nur als Regelsystem zu denken, sondern auch als lernende Organisation. Digitale Souveränität heißt, selbst entscheiden zu können – das gelingt nur, wenn wir intern mehr Entscheidungsfreude, technische Kompetenz und Mut zulassen.

  • Wie begegnen Sie intern möglichen Ängsten gegenüber Veränderungen, z. B. durch Open Source oder neuen Arbeitsmethoden?

    Ich glaube, es ist wichtig den Mitarbeitenden zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Oft geht es weniger um die Angst vor der Veränderung an sich, sondern um die Sorge, welche Rolle man in dieser neuen digitalen Welt einnimmt. Wenn wir zeigen, dass jeder und jede gebraucht wird und das Digitalisierung auch neue Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet, lassen sich viele dieser Ängste gemeinsam überwinden.

Praktische Umsetzung & Führung

  • Welche konkreten Initiativen oder Projekte möchten Sie in Thüringen anstoßen – z. B. beim souveränen Arbeitsplatz oder der Behördenmodernisierung?

    Ich setze mich dafür ein, dass wir in Thüringen den souveränen Arbeitsplatz, digitale Kollaborationsplattformen und ein einheitliches Datenmanagement voranbringen. Dabei ist es wichtig, dass wir unsere Prozesse und den Umgang genau analysieren und optimieren, um sicherzustellen, dass die Digitalisierung tatsächlich effizientere Abläufe, mehr Transparenz und einen echten Mehrwert für alle Beteiligten bringt.

  • Wie wollen Sie Führungskräfte und Mitarbeitende mitnehmen – gerade bei digitalen Themen, die vielen als abstrakt oder überfordernd erscheinen?

    Gute Digitalisierung braucht Vertrauen, Raum für Experimente – und auch die Bereitschaft, alte Steuerungslogiken zu hinterfragen. Dabei geht es nicht darum, dass jede Einheit ihre eigene technische Lösung entwickelt, sondern vielmehr darum, dass Führungskräfte mehr Freiräume haben, inhaltliche Entscheidungen zu treffen, Prozesse zu gestalten und neue Ansätze auszuprobieren, ohne dass jede Kleinigkeit ganz nach oben gegeben werden muss. So entsteht ein ausgewogenes Zusammenspiel aus einheitlichen technologischen Standards und inhaltlicher Flexibilität.

  • Wie messen Sie Erfolg im Bereich digitale Souveränität – gibt es dafür geeignete Indikatoren oder Erfahrungswerte aus der Wirtschaft, die Sie übertragen wollen?

    Erfolg zeigt sich, wenn wir trotz Krisen handlungsfähig bleiben, wenn wir eigene Standards setzen können – und wenn unsere Systeme nicht nur laufen, sondern sich auch weiterentwickeln lassen. Dazu gehören Kennzahlen, aber auch qualitative Feedbacks aus Verwaltung und Bevölkerung.

Abschluss & Ausblick

  • Wenn Sie ein Wunschprojekt sofort umsetzen könnten – was wäre das?

    Mir ist es wichtig, dass wir in Thüringen einerseits auf bewährte Ansätze setzen, andererseits aber kontinuierlich evaluieren. So schaffen wir eine dynamische und zukunftsfähige Verwaltung.

  • Was wünschen Sie sich von der Zivilgesellschaft, den IT-Dienstleistern und der Verwaltung selbst für die kommenden Jahre der digitalen Transformation in Thüringen?

    Mut zur Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Präsident der FITKO Dr. André Göbel im Interview

FITKO - Förderale IT-Kooperation, Frankfurt

  • Herr Dr. Göbel, was ist die Rolle der FITKO im föderalen Gefüge, wenn es um digitale Souveränität geht?

    Die FITKO ist so etwas wie die Moderatorin und das Bindeglied in der föderalen Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen in der Verwaltungsdigitalisierung. Im Auftrag des IT-Planungsrats sorgen wir dafür, dass alle Ebenen besser an einem Strang ziehen können. Digitale Souveränität heißt dabei: Die Verwaltung soll unabhängig, sicher und handlungsfähig bleiben. Dafür schafft die FITKO gemeinsam mit föderalen Partnern Standards und Lösungen, die perspektivisch auch für Kommunen direkt nutzbar sind – wie etwa die Deutsche Verwaltungscloud oder die Zusammenführung der Marktplätze zu einer einheitlichen Plattform, aktuell als Arbeitstitel „Marktplatz der Zukunft“ bezeichnet. Über diese können künftig beispielsweise auch Open-Source-Komponenten gebündelt, hervorgehoben und leicht zugänglich bereitgestellt werden. So entsteht eine Basis, auf der digitale Verwaltung bundesweit verlässlich funktioniert.

  • Inwiefern setzt die FITKO bereits auf Open-Source-Software? Gibt es konkrete Projekte oder Komponenten, die auf offene Standards und quelloffene Lösungen setzen?

    Offene Software ist ein wichtiger Baustein für digitale Souveränität und deshalb auch in der Föderalen Digitalstrategie als Maßnahme verankert. Bei uns kommt Open-Source-Software beispielsweise bei der Unterstützung des Gremienmanagements des Standardisierungsboards über OpenProject zum Einsatz. Beschlossene IT-Standards werden ebenfalls darüber verwaltet und in die öffentliche Informationsplattform für Föderale IT-Standards überführt. Aber auch in zentralen Architekturprojekten wie der Zielarchitektur Postfach- und Kommunikationslösungen (ZaPuK), die im Hintergrund zusammenwirken, um eine reibungslose, Ende-zu-Ende-digitalisierte Kommunikation zwischen Bürger:innen, Behörden und Unternehmen zu gewährleisten, sind Open-Source-Komponenten maßgeblich.

  • Wo sehen Sie die größten Schritte, die Bund und Länder in den kommenden zwei bis drei Jahren gehen müssen, um digitale Souveränität praktisch umzusetzen?

    In den nächsten Jahren wird es vor allem darauf ankommen, die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) in die Fläche zu bringen und offene Standards verbindlich einzusetzen. Kommunen brauchen Lösungen, die unkompliziert nachnutzbar und dauerhaft verlässlich sind. Mit dem Marktplatz der Zukunft entsteht dafür eine zentrale Plattform, über die geprüfte Lösungen schnell auffindbar und beziehbar sind. Ebenso wichtig ist es, Know-how aufzubauen: Mitarbeitende müssen souverän mit neuen Tools umgehen können.

Staatssekretär und CIO des Landes Sachsen-Anhalt Bernd Schlömer im Interview

Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Magdeburg

  • Was hat Sie persönlich davon überzeugt, dass kultureller Wandel kein „weiches Thema“ ist, sondern eine harte Voraussetzung für gelingende Digitalisierung?

    Meine persönlichen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass kultureller Wandel keineswegs ein „weiches Thema“ ist, sondern eine harte Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung. In täglichen Absprachen mit den Referatsleitungen und anderen Führungskräften habe ich oft festgestellt, dass sich viele nicht verantwortlich fühlen für Digitalisierungsprojekte, selbst wenn diese eng mit ihren fachlichen Aufgaben verknüpft sind. Diese Beobachtungen verdeutlichen mir, dass der kulturelle und digitale Wandel noch nicht vollständig auf allen Ebenen angekommen ist und die Arbeitsweise der Kolleginnen und Kollegen konkret beeinflussen muss. Daher ist es ein absolutes Muss, den kulturellen Wandel aktiv voranzutreiben, um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten.

  • Sie haben in Sachsen-Anhalt konkrete Programme und Formate angestoßen, um Verwaltungsmodernisierung voranzutreiben. Was hat dort besonders gut funktioniert – und warum?

    Besonders stolz bin ich auf das Projekt Energiepreispauschale. Mit dieser Lösung, die kürzlich auch als das schnellste Verwaltungsverfahren der letzten 100 Jahre bezeichnet wurde, konnten wir unter anderem auch Thüringer Studierenden helfen.
    Darüber hinaus freue ich mich sehr darüber, dass wir während meiner Zeit als Staatssekretär die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen stärken konnten. Hier gab es verschiedene Phasen, wie das CIO-Projekt, dann das Gemeinsam Digital Sachsen-Anhalt (GDST) Projekt und aktuell finanzieren wir eine Machbarkeitsstudie zu zentralen Serviceangeboten (ZSA). Diese Initiativen haben dazu beigetragen, die Effizienz und die Qualität der Verwaltungsdienstleistungen erheblich zu verbessern, indem wir uns stärker mit den Nutzenden bzw. Kommunen austauschen.

  • Was müsste sich strukturell verändern, damit kultureller Wandel in der Fläche gelingt – z. B. bei Ausbildung, Stellenprofilen oder Projektarchitektur?

    Um einen kulturellen Wandel in der Fläche zu erreichen, müssen wir das Inseldenken und das Denken in Ressortegoismen aufgeben. Es ist entscheidend, dass wir eine ganzheitliche und integrative Herangehensweise fördern, die über einzelne Abteilungen und Ressorts hinausgeht.

Einladung

Der 5. Thüringer E-Government-Kongress findet am 16. September 2025 von 08:30 bis 16:00 Uhr im Steigerwaldstadion in Erfurt statt. Die Teilnahme für Personen aus öffentlichen Einrichtungen ist kostenfrei.

Ab August können Sie sich registrieren!

Der Digitalminister Steffen Schütz sowie zahlreiche Referierende und Ausstellenden freuen sich auf Ihre Teilnahme! In den kommenden Wochen können Sie sich hier anmelden. zur Anmeldung

Web-App zum Event

In den kommenden Wochen haben Sie die Möglichkeit, die Web-App zum Event auf Ihrem Smartphone oder Desktop-Gerät zu nutzen. Dort finden Sie demnächst das detaillierte Programm der Veranstaltung. In den nächsten Tagen wird die Web-App mit weiteren interessanten Informationen gefüllt. Am Veranstaltungstag finden Sie dort unter anderem auch Umfragen und Möglichkeiten zur Live-Abstimmung. zur Web-App

Fotodokumentation

Zur Außendarstellung der Aktivitäten des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastuktur möchten wir Veranstaltungsfotos veröffentlichen. Die Fotos dienen zur Berichterstattung über den E-Government-Kongress auf der Homepage und den Social-Media-Kanälen des Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur.

Diese Seite teilen

Weitere Werkzeuge