In Thüringen sind bislang nur 23 Prozent der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt. Das soll sich nach Willen des Thüringer Ministers für Infrastruktur und Digitales, Steffen Schütz, in den nächsten Jahren ändern: „Durch die Versäumnisse der Vorgängerregierung belegen wir bei der Ausbauquote bundesweit den letzten Platz. Das werden wir ändern und bis 2030 zu den vorderen Plätzen aufschließen.“
Glasfaser ist die Basis für eine digitale Kommunalverwaltung und regionale Wertschöpfung
Minister Schütz unterstrich die Notwendigkeit des Ausbaus: „Ohne Glasfaser funktionieren keine digitalisierten Verwaltungsprozesse, keine intelligenten Stromnetze, keine vernetzte Mobilität. Schnelle, stabile Netzverbindungen reduzieren Transaktions- und Produktionskosten. Eine leistungsfähige Infrastruktur zieht Unternehmen an, stärkt den Mittelstand und schafft Arbeitsplätze auch in Regionen, die bisher digital abgehängt sind.“ Thüringen habe im letzten Jahr Fortschritte im Ausbau gemacht, sagte der Minister und verwies auf den im Oktober erfolgten Spatenstich in Bauerbach im Landkreis Schmalkalden-Meiningen durch die Thüringer Glasfasergesellschaft mbH, wo bis 2027 fast 2.500 Haushalte in 22 Gemeinden mit leistungsfähigen Glasfasernetz versorgt werden. Das Vorhaben wird von Bund und Land mit insgesamt 24 Millionen Euro gefördert.
Thüringer Glasfaserpakt 2026: Fokus liegt auf dem Glasfaserausbau in den ländlichen Regionen
In Ländern mit hoher Ausbauquote führen konsequente, verbindliche öffentlich-private Partnerschaften, klare Ausbauziele sowie gute Fördermodelle und schlanke Genehmigungsverfahren zum Erfolg.
„Diesen Erfolgsweg wollen wir mit dem Thüringer Glasfaserpakt ab 2026 auch beschreiten. Die Signale der Teilnehmer am Glasfaserforum stimmen mich optimistisch, dass wir alle Akteure an einen Tisch kriegen“, so die Digitalstaatssekretärin Starke. „Mit dem Thüringer Glasfaserpakt werden sich alle relevanten Akteure auf klare Leitprinzipien festlegen, um den Ausbau zu beschleunigen. Land, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen arbeiten partnerschaftlich zusammen, um den Ausbau in allen Landesteilen effizient voranzutreiben. Bis 2030 soll keine Region mehr als 5 Prozent unter dem Thüringer Durchschnitt bei der Glasfaserabdeckung liegen.“

