„Die energetische Sanierung eines kommunalen Kindergartens ist gleich mehrfach auf die Zukunft ausgerichtet. Durch einen effizienteren Energieverbrauch werden Kosten gespart und klimaschädliche CO2-Emissionen verringert. Mit modernen energetischen Maßnahmen verbessert sich zudem der Raumkomfort für die Kinder. Letztlich erfüllen energetische Sanierungen immer auch eine Vorbildfunktion, indem sie den Fokus auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit legen“, so Staatssekretär Dr. Knoblich.
Im Zuge des Vorhabens sollen die alten Fenster des Kita-Gebäudes durch 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen ersetzt und die gesamte Gebäudehülle gedämmt werden. Zudem wird die gesamte Anlagentechnik modernisiert und die vorhandene Wärmeerzeugung durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Die Technik wird nicht zuletzt um eine Photovoltaikanlage erweitert, die über einen Speicher zur Versorgung der Wärmepumpe und des Lichtstroms verfügen wird. Im Ergebnis wird die Kita zu einem Effizienzgebäude 55 umgebaut und kann so pro Jahr über 12 Tonnen CO₂-Äquivalent einsparen.
Mit dem Vorhaben hatte sich die Gemeinde Nesse-Apfelstädt erfolgreich beim EFRE-Wettbewerb des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur für die EFRE-Förderperiode 2021 bis 2027 qualifiziert. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 669.000 Euro, von denen rund 401.000 Euro als Zuwendung aus EFRE-Mitteln gefördert werden. „Gemeinsam mit der Europäischen Union unterstützen wir ein sehr sinnvolles Projekt für den Klimaschutz und natürlich für die „Sonnenschein“-Kinder, deren Kita-Name dann auch durch die neue PV-Anlage repräsentiert wird“, so Staatssekretär Dr. Knoblich abschließend.
Hintergrund zur EFRE-Förderung
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Förderinstrument der Europäischen Kommission für alle Regionen Europas. Es ist darauf ausgerichtet ist, Entwicklungsunterschiede auszugleichen, die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger zu verbessern und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Europäischen Union zu stärken.
Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) hat in den Verhandlungen zur Vorbereitung der EFRE-Förderperiode 2021 – 2027 erreicht, dass den Thüringer Kommunen weiterhin Fördermittelangebote für klassische Projekte der nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung unterbreitet werden können. Rund 84 Mio. Euro EFRE-Mittel stehen hierfür in den kommenden Jahren zur Verfügung.
Weitere 90 Mio. Euro Fördermittel sind für die energetische Stadtsanierung vorgesehen. Gefördert werden sowohl Vorhaben zur energetischen Optimierung von Gebäuden als auch zum Aus- und Umbau sowie zur Sanierung von Wärmenetzen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Systeme zu verbessern, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und den Energieverbrauch von Gebäuden und Infrastrukturen insgesamt zu senken.

