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Medieninformation Staatssekretär Dr. Knoblich übergab EFRE-Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 1,3 Mio. Euro für zwei Vorhaben in Geisa


Staatssekretär Dr. Tobias J. Knoblich übergab heute zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 1,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landes- und Bundesmitteln der Städtebauförderung an die Bürgermeisterin der Stadt Geisa, Manuela Henkel. Mit den Fördergeldern wird die städtebauliche Entwicklung des Quartiers „Im Steinigt“ sowie die Sanierung des denkmalgeschützten Gangolfi-Parks unterstützt.

„Beide Vorhaben sind für die Stadt Geisa und für die gesamte Region im ehemaligen Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze von hoher Bedeutung. Es werden städtebauliche Missstände behoben, den Folgen des demographischen Wandels begegnet und Klimaschutz und Klimaanpassung berücksichtigt“, so Staatssekretär Dr. Knoblich.

Mit der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers „Im Steinigt“ soll eine Industriebrache mit leerstehenden und nicht mehr nutzbaren Gebäuden für eine neue Nutzung hergerichtet und als neues Quartier für altersgerechtes Wohnen nachhaltig entwickelt werden. Das Vorhaben wird mit rund 626.000 Euro gefördert. Davon stammen rund 470.000 Euro aus EFRE-Mitteln und rund 156.000 Euro aus Landesmitteln der Städtebauförderung.

Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Gangolfi-Parks soll ein nachhaltiger Beitrag zur Entwicklung der Innenstadt zu einem kulturellen Lebens- und Erlebnisraum geleistet werden. Im Zuge des Vorhabens soll der Park erhalten und perspektivisch umgestaltet werden. Unter anderem sollen die historischen Alleestrukturen an den Hauptwegen im nördlichen Bereich wiederhergestellt, Wege saniert und neues Sitzmobiliar errichtet werden. Das Vorhaben wird mit rund 660.000 Euro gefördert. Davon stammen rund 495.000 Euro aus EFRE-Mitteln und rund 165.000 Euro aus einem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung.

Hintergrund zur EFRE-Förderung

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Förderinstrument der Europäischen Kommission für alle Regionen Europas. Es ist darauf ausgerichtet ist, Entwicklungsunterschiede auszugleichen, die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger zu verbessern und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Europäischen Union zu stärken.

Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) hat in den Verhandlungen zur Vorbereitung der EFRE-Förderperiode 2021 – 2027 erreicht, dass den Thüringer Kommunen weiterhin Fördermittelangebote für klassische Projekte der nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung unterbreitet werden können. Rund 84 Mio. Euro EFRE-Mittel stehen hierfür in den kommenden Jahren zur Verfügung.

Weitere 90 Mio. Euro Fördermittel sind für die energetische Stadtsanierung vorgesehen. Gefördert werden sowohl Vorhaben zur energetischen Optimierung von Gebäuden als auch zum Aus- und Umbau sowie zur Sanierung von Wärmenetzen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Systeme zu verbessern, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und den Energieverbrauch von Gebäuden und Infrastrukturen insgesamt zu senken.

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