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Medieninformation Staatsekretär Weil zum 30. Thüringer Schäfertag: „Schäfer leisten einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und für die Artenvielfalt“


In Vertretung von Thüringens Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskji, der Schirmherrin des 30. Schäfertags, zeichnet Staatssekretär Torsten Weil am Samstag, den 4. August in Hohenfelden die besten Schäfer aus, die traditionell bei der Thüringer Meisterschaft im Hüten ermittelt werden. „Schäfer leisten einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und für die Artenvielfalt. Wie auch andere Bereiche der Landwirtschaft kämpft die traditionsreiche Schäferei mit verschiedenen Problemen, wie zunehmende Hitzeperioden, steigenden Produktionskosten und Nachwuchssorgen. Unser Ministerium unterstützt die Schäferinnen und Schäfer, denn uns liegt eine Schaf- und Ziegenhaltung mit Zukunft am Herzen“, so Staatssekretär Weil.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) hat sich auf Bundes- und EU-Ebene immer wieder für eine Weidetierprämie stark gemacht. „Hier haben wir einen Erfolg erzielt, denn in diesem Jahr wurde von der Europäischen Union eine gekoppelte Tierprämie für Schafe, Ziegen und Mutterkühe eingeführt“, so der Staatssekretär. „Davon profitieren auch die Schäfereien in Thüringen, die keine eigenen Flächen besitzen. Die gekoppelte Tierprämie unterstützt die oft prekäre Einkommenssituation der Schaf- und Ziegenhalter.“ Der geplante Einheitsbetrag je Hektar ist im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet auf bis zu 34 Euro je Muttertier festgelegt. Der tatsächliche Einheitsbetrag kann jährlich etwas abweichen und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) anhand des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens festgelegt.

Weil betont, dass zudem versucht werde, Hinweise aus der Branche schnell und unbürokratisch umzusetzen, um eine gute Schaf- und Ziegenbewirtschaftung zu ermöglichen. „So haben wir erst kürzlich die Frist für die Erstnutzung von Beweidungsflächen mit Schafen und Ziegen bis Mitte November verlängert, damit die Schäferinnen und Schäfer mehr Zeit haben, die geförderten Ziele zum Erhalt der Artenvielfalt auf Biotop-Grünland umzusetzen.“ Gemäß der Maßnahme H im Kulap-Programm 2022, sollte eine erstmalige Beweidung von Grünlandflächen mit betriebseigenen Schafen oder Ziegen bis spätestens 30. August erfolgen. Das TMIL erreichte nun, dass in bestimmten Fällen und mit Genehmigung der örtlichen Unteren Naturschutzbehörde, die erstmalige Beweidung bis spätestens 15. November verschoben werden kann. „Das senkt den Beweidungsdruck für Schäferinnen und Schäfer“, so Weil. „Wir werden uns weiter eng mit dem Verband austauschen, um die Bedingungen für die Schafhaltung weiter verbessern zu können.“

Traditionell werden beim Schäfertag in Hohenfelden die Landesmeisterschaften der Schäfer im Hüten ausgetragen. Der Titelverteidiger Herbert Kind aus Königsee tritt gegen die Gewinner der Thüringer Regionalausscheiden an. Die Siegerehrung erfolgt durch Staatssekretär Weil. Zudem übergibt der Staatssekretär die Facharbeitszeugnisse an vier Auszubildende. „Ich freue mich sehr über vier junge Menschen, die sich für den Beruf des Schäfers entschieden haben und der Schafhaltung in Thüringen eine Zukunft sichern“, so Weil.

Der 30. Thüringer Schäfertag wird vom Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V. und dem Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden ausgerichtet.  Während des Schäfertages befinden sich im Freilichtmuseum die Informationsstände der Landesverbände Thüringer Schafzüchter e.V. und Thüringer Ziegenzüchter e.V., des Landschaftspflegeverbandes Mittelthüringen e.V. sowie der Weidewonne Thüringen und Landvolkbildung Thüringen e.V.

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