Seitenbeginn Zur Hauptnavigation Zum Seiteninhalt

Medieninformation Neuauflage nach dreijähriger Pause: Agrarministerin Karawanskij und Ministerpräsident Ramelow legen mit Kindern Kartoffeln in Heichelheim


„Natur und Landwirtschaft begreifbar machen, das gelingt an kaum einem anderen Ort und aus kaum einem anderen Anlass besser als beim traditionellen Kartoffellegen in Heichelheim. Denn was ein Kind gesehen, angefasst und letztendlich geschmeckt hat, prägt sich ein. Ich bin dankbar für das Engagement, das hinter dem Projekt ‘Kids an die Knolle‘ steckt. Denn wir brauchen eine größere Wertschätzung für regionale Lebensmittel, die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte und die Bereitschaft, dafür auch angemessene Preise zu zahlen“, so Agrarministerin Susanna Karawanskij anlässlich des traditionellen Kartoffellegens mit Kindern und Prominenten heute in Heichelheim.

Rapsfeld, Werbeplakate für Kartoffeln, Traktor am Feldrand.
Foto: TSK

Erstmals seit 2019 konnte die Tradition wieder aufgenommen werden, dass die Kindergartenkinder des Ortes und der Pestalozzi-Grundschule Weimar gemeinsam mit der Thüringer Kartoffelprinzessin und Prominenten die Kartoffeln in die Furche legen. „Die Kartoffel hat in Thüringen Tradition. Auch wenn im Freistaat mit den Klößen, Hütes oder Knölla eine besondere Zubereitungsart im Vordergrund steht – Vielseitigkeit ist das, was die Kartoffel aus- und interessant macht. Das ‚Kartoffellegen mit Prominenten und Kindern‘ in Heichel-heim hat ebenso Tradition. Ein besonderer Pluspunkt: Nähe und Beziehung zum landwirtschaftlichen Produkt werden bei Groß und Klein gestärkt“, zeigte sich auch Ministerpräsident Ramelow begeistert.

Begleitet wird das Kartoffellegen vom Projekt „Kids an die Knolle“, mit dem Kindergarten- und Grundschulkinder an die Landwirtschaft herangeführt werden sollen. Regionale landwirtschaftliche Produkte kennenlernen und den Bezug zur Ernährung mit heimischen Produkten herstellen ist Ziel des Projektes. Die Kinder verfolgen die Entwicklung „eigener“ Kartoffeln während des Vegetationszeitraums, pflegen sie, erleben, wie vielfältig sie verwendet werden können, führen ein Kartoffeltagebuch und sammeln Rezepte rund um den Erdapfel. Der Förderverein „Heichelheimer Kartoffel e.V.“ begleitet die Kinder während dieser Zeit.
Der Verein ist es auch, der das „Kartoffellegen mit Prominenten und Kindern“ an der Heichelheimer Mühle ausrichtet. Nach pandemiebedingter Zwangspause findet das Kartoffellegen erstmals seit 2019 wieder statt. Neben Ministerpräsident Ramelow und Landwirtschaftsministerin Karawanskij sind auch die Thüringer Kartoffelprinzessin Vanessa I., die Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes sowie des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, der Oberbürgermeister von Weimar, die Bürgermeister von Heichelheim und der Landgemeinde Am Ettersberg sowie die Chefredakteur:innen und Geschäftsführer verschiedener Thüringer Medien zu Gast.

In die Furche legen die Kinder gemeinsam mit den Ehrengästen in diesem Jahr die Kartoffelsorten Ballerina, Bernina, Baltic Rose, Camelia und Mia.

Mit einer Anbaufläche von rund 266.000 Hektar in 2022 ist Deutschland innerhalb der EU der größte Kartoffelproduzent. In Thüringen jedoch sind die Zahlen rückläufig. Wurden 1999 noch auf 4.083 Hektar landwirtschaftlicher Fläche des Freistaats Kartoffeln angebaut, waren es 2010 nur noch 2.000 Hektar, 2020 noch 1.670 Hektar und 2022 1.247 Hektar. Hauptsächlich deshalb sanken auch die Erntemengen von 160.000 Tonnen im Jahr 1999 auf zuletzt nur noch 34.000 Tonnen in 2022.

Der Hauptgrund für zurückgehende Anbauflächen ist, dass landwirtschaftliche Betriebe aus dem Kartoffelanbau aus- und nicht wieder einsteigen. Denn neben dem für den Anbau notwendigen Know-how sind spezielle Maschinensysteme sowie die Möglichkeit der Beregnung notwendig, um Erträge zu sichern und den Qualitätsanforderungen des Handels zu genügen.

Im Frühjahr 2022 waren die Bodenwasservorräte im Thüringer Becken in den tieferen Schichten noch nicht wieder aufgefüllt. Die zur Pflanzung und auch im weiteren Vegetationsverlauf für Kartoffeln extrem ungünstige Witterung führte zu einem historisch niedrigen Thüringer Durchschnittsertrag von nur 273 dt/ha.

Das beigefügte Foto kann zur Berichterstattung verwendet werden. Quellenangabe bitte: TSK

 

Neueste Beiträge

Diese Seite teilen

Weitere Werkzeuge