„Als Landesregierung ist es uns wichtig, zeitgemäße Bildung und Schulorganisation mit Nachhaltigkeit, Ökonomie und Klimaschutz zu verbinden. Hierbei unterstützen wir die Schulträger in Thüringen“, so Staatssekretärin Prof. Schönig. „Schulbauten in Holzbauweise tragen in hohem Maße dazu bei, Wertschöpfung, Klimaschutz und Ressourceneffizienz im Hochbau weiter zu erhöhen. Eine erfolgreiche schulische Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen gelingt am besten in einem Lernumfeld, das in allen Belangen nachhaltig gedacht und umgesetzt wird“, fügte sie hinzu.
Das Bestandsgebäude der Grundschule „Kyffhäuserland“ in Rottleben weist erhebliche Mängel in Kapazität, Funktionalität und Gesamtzustand auf. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung empfahl den Ersatzneubau in Bendeleben, in dem künftig alle Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Kyffhäuserland einschließlich der Ortsteile Hachelbich und Badra beschult werden sollen.
Das Vorhaben wurde in das Modellvorhaben „Schulbau in Holzbauweise“ integriert, das die Entwicklung moderner, bedarfsgerechter und nachhaltiger Schulbauten unterstützt. Für die Umsetzung des Modellvorhabens wurde gemeinsam mit den Schulträgern Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen ein Wettbewerbsverfahren für den Neubau zweier Grundschulen in Bendeleben und Ilfeld initiiert. Wettbewerbssieger für das Vorhaben Ersatzneubau der Staatlichen Grundschule „Kyffhäuserland“ wurde eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Ingenieurbüros. Das konkrete Projekt wurde anschließend im Schulinvestitionsprogramm berücksichtigt.
Der komplett barrierefreie Holzbau setzt auf hohe ökologische, ökonomische, soziokulturelle, technische und funktionale Nachhaltigkeit. Neben einem Kleinspielfeld und einem Schulgartenbereich wird der Schulsport durch eine Außenanlage und eine Einfeld-Halle abgesichert. Die Sporthalle wird direkt an das Gebäude der Grundschule angeschlossen. Entstehen wird eine so genannte „Hausschuhschule“, in der die Schülerinnen und Schüler auf kurzen, direkten Wegen zum Sportunterricht gelangen.
Hintergrundinformationen zur Schulbauförderung
Durch die Thüringer Schulbauförderung konnten zwischen 2015 und 2023 ca. 140 Schulbauvorhaben in Thüringen mit über 400 Millionen Euro an projektgebundenen Fördermitteln finanziell unterstützt werden. Zusammen mit den zusätzlich für die staatlichen Schulträger jährlich ausgereichten Investitionspauschalen wurden in diesem Zeitraum bereits mehr als 680 Millionen Euro für Schulbauvorhaben investiert.
Der Kyffhäuserkreis als staatlicher Schulträger hat bisher für 3 Förderprojekte Finanzhilfen von insgesamt 20,7 Mio. Euro erhalten. Hinzu kommen weitere 1,2 Mio. Euro über die jährlich ausgereichte Investitionspauschale für Schulgebäude.

