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Medieninformation Ministerin Karawanskij: Spürbare Fortschritte bei der Radverkehrsförderung – weitere Anstrengungen notwendig


„In Thüringen haben wir bei der Radverkehrsförderung spürbare Fortschritte in den Bereichen Infrastruktur, Netzentwicklung und Kommunikation erzielt“, sagt die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Susanna Karawanskij. Darauf verweist der erste Bericht zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts 2.0, das 2018 für den Freistaat veröffentlicht wurde und die Leitplanken der Radverkehrsförderung in Thüringen bis zum Jahr 2030 vorgibt.

Kräftig investiert wurde etwa in die Radverkehrsinfrastruktur. Im Zeitraum von 2018 bis 2022 wurden zusätzlich zu den kommunalen Mitteln insgesamt rund 68 Mio. Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln in den Ausbau und Erhalt der Rad- und Fußwege in Thüringen investiert. Das entspricht durchschnittlich 13,6 Mio. Euro pro Jahr.

Das Thüringer Radroutennetz entwickelt sich weiter. So ist das bereits bestehende touristische Radroutennetz gemäß dem Radroutenplaner Thüringen seit 2018 um ca. 445 km gewachsen. Der Ilmtal-Radweg konnte 2022 erneut als ADFC-Qualitätsradroute mit vier Sternen ausgezeichnet werden. Weitere Radfernwege sollen folgen. Darüber wurde ein Konzept für ein Alltagshauptroutennetz entwickelt.

Ziel des Radverkehrskonzepts 2.0 ist, den Radverkehrsanteil am Modal Split (Verteilung des Verkehrsaufkommens auf verschiedene Verkehrsträger) bezogen auf die zurückgelegten Wege auf 12 % im Jahr 2025 sowie auf 15 % im Jahr 2030 zu erhöhen. „Dafür reichen die bisher unternommenen Anstrengungen noch nicht aus. Als Landesregierung arbeiten wir gemeinsam mit den Kommunen weiter daran, die Radverkehrsinfrastruktur zu erweitern und zu verbessern“, so Ministerin Karawanskij.

Einen besonderen Fokus legt der Freistaat dabei auf die Verbesserung der Bedingungen für den Alltagsradverkehr, denn es besteht weiterhin ein hoher Handlungsbedarf für ein flächendeckendes Radverkehrsnetz. „Für die Kommunen stehen vielfältige Förderprogramme des Landes und des Bundes zur Verfügung, um die Radverkehrsinfrastruktur in Thüringen weiter auszubauen“, fügte die Ministerin hinzu.

Im Bereich Kommunikation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit konnten gute Erfolge erzielt werden. Der Freistaat unterstützt seit mehreren Jahren die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK-TH). Seit 2018 konnten vier neue Mitglieder (aktuell 17 Mitgliedskommunen) gewonnen werden. 2022 wurde die Thüringer Charta für den Rad- und Fußverkehr gegründet, der derzeit 36 Organisationen und Institutionen angehören. Die Kampagne STADTRADELN wird vom Freistaat seit mehreren Jahren unterstützt und von den Kommunen immer besser angenommen, wie die Steigerung der Teilnahme auf 33 Kommunen im Jahr 2023 gegenüber 2018 mit acht Kommunen zeigt. Zusätzlich wurde 2023 erstmals der in das STADTRADELN integrierte Wettbewerb Schulradeln durchgeführt, an dem sich 106 Thüringer Schulen beteiligten.

Beim Bildungsangebot zur Verkehrssicherheitsarbeit stellt die Radfahrausbildung der 4. Klasse das Kernstück dar. Es gibt darüber hinaus Angebote der Landesverkehrswacht Thüringen e. V. für verschiedene Zielgruppen, die den Bedarf jedoch nicht decken können.

Hintergrund:
Um zu überprüfen, ob Maßnahmen des 2018 veröffentlichten Radverkehrskonzepts 2.0 zielgerichtet umgesetzt werden, ist eine regelmäßige Erfolgskontrolle notwendig. Vorgesehen ist, alle fünf Jahre einen entsprechenden Bericht zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts vorzulegen, was nun erstmals geschehen ist. Ziel des Berichtes ist, den erreichten Stand kompakt und übersichtlich darzustellen und abzuleiten, wie die weitere Umsetzung des Radverkehrskonzepts 2.0 gestaltet werden kann bzw. wo nachgesteuert werden muss. Grundlage für den Bericht sind die Stellungnahmen der Ministerien, die Kommunalbefragung der Landkreise und Zentralen Orte höherer Stufe von 2023 sowie die Studie Fahrrad-Monitor für die Jahre 2019 bis 2021. Der Aufbau des Berichts entspricht den neun Handlungsfeldern des Radverkehrskonzepts 2.0.. Anhand von ausgewählten Kenngrößen werden diese hinsichtlich erreichter Ziele bewertet.

1. Bericht zur Umsetzung Radverkehrskonzept 2.0 (barrierefrei)

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