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Medieninformation Minister Steffen Schütz übergibt 2,18 Mio. Euro aus der EFRE-Förderung für die Sanierung des städtischen Betriebshofs Weimar


Infrastrukturminister Steffen Schütz übergab heute einen Zuwendungsbescheid über 2,18 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine. Mit der Summe aus der EFRE-Fördermaßnahme „Energieeffizienzsteigerung in öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen: Kommunen“ unterstützt das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur die abschnittsweise Sanierung und Restrukturierung des städtischen Betriebshofs in Weimar.

„Die Stadt Weimar packt ein Bauvorhaben an, das gute Arbeitsbedingungen schafft und einen Impuls für ressourcenschonendes und langfristig klimaneutrales Bauen setzt“, so Infrastrukturminister Steffen Schütz. Ansässig am Standort Schwanseestraße 100, verfügt der Betriebshof Weimar über Verwaltungs- und Sozialgebäude, einen Maschinenpark, Werkstätten und große Freilagerflächen. Der Gebäudebestand ist mit fortgeschrittenem Baualter jedoch funktionell, räumlich, technisch und energetisch an seine Grenzen gekommen. Der Standort soll abschnittsweise erneuert und optimiert werden. In einem ersten Abschnitt soll das marode Verwaltungs- und Sozialgebäude ersetzt werden.

Das alte Gebäude soll hierfür abgebrochen werden und ein Ersatzneubau entstehen, der teilweise in Holzbaukonstruktion geplant ist. „Hierauf möchte ich ein besonderes Augenmerk richten, denn Holz ist ein Baustoff der Zukunft“, so Minister Schütz. „Als nachwachsender, regionaler und gestalterisch wertvoller Baustoff ist Holz nicht nur belastbar, sondern auch energieeffizient und vielseitig einsetz-bar. Holz im Baubereich zu nutzen bedeutet aktiver Klimaschutz, beschleunigt Bauvorhaben und schont natürliche Ressourcen. Der Freistaat Thüringen hat im Ländervergleich einen überdurchschnittlich hohen Waldanteil. Die Voraussetzungen, um Holz regional zu verwerten und dem Bausektor zuzuführen, sind dementsprechend gut und müssen genutzt werden“, fügte er hinzu.

Auf dem Dach des Ersatzneubaus wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese wird der Eigenversorgung des Verwaltungs- und Sozialbaus dienen und die Elektromobilität des Betriebes speisen. Auf dem Flachdach ist ein Gründach mit Retentionsraum für Regenwasser geplant. Zudem soll dem Bau eine „grüne“ Fassade vorgestellt werden, die u.a. als Witterungs- und Wärmeschutz, Raum für Pflanzen, Insekten und Vögel sowie zur Reduktion der Luft- und Lärmbelastung dient. Die Beheizung des Ersatzneubaus wird ausschließlich mit einer Hackschnitzelanlage erfolgen. Das Brennmaterial fällt als Abfall im eigenen Betrieb an. Dank dieser Maßnahmen wir die Autarkiequote des Ersatzneubaus 77,5 Prozent betragen. Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt ca. 97%.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Ersatzneubau auf dem städtischen Betriebshof Weimar auf rund 3,64 Mio. Euro, von denen rund 2.18 Mio. Euro mit EFRE-Mitteln gefördert werden. Im Wettbewerb „Nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Stadtsanierung“, den das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur im Jahr 2022 für die EFRE-Förderperiode 2021 bis 2027 initiiert hatte, schaffte es das Vorhaben der Stadt Weimar mit ca. 60 weiteren, in den Genuss einer EFRE-Förderung zu kommen.

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