Der Wohnungs- und Hausbau in Thüringen erlebt seit einiger Zeit eine Flaute und die Baubranche braucht dringend Impulse, um aus der Krise zu kommen. „In den ersten 100 Tagen wollen wir bürokratische Hürden abbauen, um Häuslebauern, der Baubranche und mittelständischen Handwerksbetrieben ihre Arbeit zu erleichtern. Wir setzen in Thüringen eine bundesweit einheitliche Muster-Vorschrift zu den neusten bautechnischen Normen um und standardisieren den Holzbau durch einen Bauartenkatalog, der die bisherigen Einzelvorschriften entbehrlich macht“, so Minister Schütz. „Mit der Anbindung der ersten Bauaufsichtsbehörden an ein Landesportal werden erste digitale Bauanträge ermöglicht, was für alle Baubeteiligten einen deutlichen Zeit- und Effizienzgewinn bedeutet und Kosten spart.“ Ergänzend zum 100-Tage-Programm werde die Neufassung der Förderrichtlinie für den sozialen Wohnungsbau vorgezogen, um die Anreize für Neubau zu erhöhen und so perspektivisch mehr günstigen Wohnraum zu schaffen.
Moderne digitale Prozesse vereinfachen das Alltagsleben und entlasten die Verwaltung. Minister Schütz will durch Bürokratieabbau vor allem spürbare Erleichterungen für Wirtschaft und Bürger umsetzen: „Verwaltungshandeln ist oft zu kompliziert, nicht einheitlich und zu wenig automatisiert. Wir gründen einen Digitalbeirat, der die Situation ressortübergreifend analysiert sowie einheitliche und zügig umsetzbare digitale Maßnahmen zur Vereinfachung des Verwaltungshandelns, des Alltagslebens und der Antragsstellung vorschlägt. Mit einem neuen Digital- und Praxischeck werden alle neuen Vorschriften an diesem Maßstab gemessen. Die Thüringer Kommunen werden von kostenfreien, digitalen Instrumenten zur Vereinfachung ihrer Arbeitsprozesse profitieren, so zum Beispiel bei der Förderung des kommunalen Straßenbaus.“ Für den Einsatz Künstlicher Intelligenz auf Verwaltungsebene werden eindeutige und einheitliche Regeln erarbeitet, um mit den neuen technischen Möglichkeiten, Aufgaben schneller und kostengünstiger umzusetzen.

