Minister Schütz informierte bei der Sicherheitskonferenz, dass in neuen Verkehrsverträgen der Einsatz von zusätzlichem Sicherheitspersonal bereits festgelegt ist. Bei aktuell laufenden Verkehrsverträgen wird ab Mai 2025 für zwei Jahre eine Sicherheitsquote vereinbart. Diese Quote sieht vor, dass auf insgesamt fast einer Million Fahrplankilometer über alle Linien hinweg zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt und vom Land mitfinanziert wird. Den Thüringer Eisenbahnverkehrs-unternehmen (EVU) obliegt hierbei die Auswahl besonders sicherheitsrelevanter Strecken und Fahrzeiten, bei denen die Sicherheitsleute mitfahren, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Zugbegleiter und die Fahrgäste zu gewährleisten. Vor Ablauf der zwei Jahre wird die Lage analysiert und dahingehend bewertet, wie die Maßnahmen wirken und ob sie angepasst werden müssen.
In Thüringen sind bei Zugfahrten die Anzahl der Delikte aus den Bereichen Beleidigung, Bedrohung, Nötigung und Körperverletzung im Vergleich zu den Jahren vor Corona erheblich gestiegen. Das Täterprofil ist dabei diffus und lässt sich nicht auf eine bestimmte Personengruppe festlegen. Als maßgeblicher Einfluss auf die Sicherheitssituation wird die stark gestiegene Fahrgastnachfrage seit der Einführung des Deutschlandtickets bewertet. Um die Sicherheitssituation regelmäßig zu evaluieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, hat sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landesverwaltung, mehrerer Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sowie der Bundes- und Landespolizei gebildet.

