OXG – ein Joint Venture von Vodafone - will deutschlandweit mehrere Millionen Haushalte mit FTTH-Anschlüssen (Fiber to the Home) versorgen, also Glasfaserleitungen, die direkt bis ins Gebäude verlegt werden. In Erfurt plant das Unternehmen die Erschließung von mehr als 67.000 Haushalten, zunächst schwerpunktmäßig in Neubau- und Entwicklungsgebieten. Die Zusammenarbeit zwischen OXG und der Stadt Erfurt hat den Ausbau zügig auf den Weg gebracht. Erfurterinnen und Erfurter kommen so ohne zusätzliche Kosten und hohe Hürden in den Genuss von gigabitfähigen Anschlüssen. OXG verfolgt zudem einen Ausbauansatz, der auf einen diskriminierungsfreien Zugang zur errichteten Infrastruktur setzt und die Netze prinzipiell offen für weitere Anbieter lässt. „Das ist ein echtes Plus an Wettbewerb und Auswahl für die Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Minister Schütz.
Der Minister verwies aber auch darauf, dass das Ziel, Glasfaser als digitale Infrastruktur der Zukunft flächendeckend zur Verfügung zu stellen, nicht ohne geförderten Ausbau zu erreichen ist. Allein in Thüringen werden in den nächsten fünf Jahren über eine Mrd. Euro in Projekte des geförderten Glasfaserausbaus investiert. Entsprechend der Antragszahlen werden über den geförderten Ausbau 205.000 Haushalte, 21.000 Unternehmen und 1.600 öffentliche Einrichtungen (insb. Schulen) mit schnellen Internet (i.d.R. mit FTTH/B) versorgt. Ziel des Programms ist keine Massenförderung, sondern die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Regionen, in denen sich der eigenwirtschaftliche Ausbau für Unternehmen nicht rentiert. Bislang vorliegende Ausbauvorhaben der Telekommunikationsunternehmen und Infrastrukturgesellschaften umfassen in den nächsten Jahren eigenwirtschaftliche Investitionen in den Glasfaserausbau von über acht Mrd. Euro im gesamten Freistaat. Die bisherige Versorgung der Thüringer Haushalte mit Glasfaser konnte in der zweiten Jahreshälfte 2024 von etwa 14 auf 19, 9 Prozent gesteigert werden. Der geförderte Ausbau macht 15 Prozent der gesamten Investitionssumme aus. Bei der Breitbandversorgung von mindestens 30Mbit/s erreicht Thüringen eine Flächenabdeckung bei Privathaushalten von 95 % und bei Unternehmen von 92 %.
„Entscheidend ist, dass Telekommunikationsunternehmen, Infrastrukturgesellschaften, Kommunen, Land und Bund gemeinsam an einem Strang ziehen. Der Aus- und Aufbau einer zukunftsfesten digitalen Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung für alles was danach kommt. Von der Digitalisierung der Verwaltung über Anwendungen im Bereich Wirtschaft 4.0 bis zur Verbindung von Haushaltsgeräten mit dem heimischen WLAN“, so der Minister abschließend.

