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Medieninformation Landesregierung beruft Digitalbeirat: Expertengremium für eine gelingende Digitalisierung in Thüringen


Das Kabinett hat heute (4. März) der Berufung des Thüringer Digitalbeirats zugestimmt und damit einen Punkt aus dem 100-Tage-Programm der neuen Landesregierung umgesetzt. „Die Digitalisierung ist der Schlüssel zu effizienterem Verwaltungsservice und mehr Bürgernähe. Mit gut funktionierenden und nutzerfreundlichen digitalen Verwaltungstools können wir bislang aufwendige Bürokratieprozesse vereinfachen und beschleunigen. Der Digitalbeirat ist ein fachkundiges, unabhängiges Beratungsgremium für die Landesregierung. Er setzt sich aus Expertinnen und Experten der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Verwaltung zusammen und berät die Landesregierung in Fragen der Verwaltungsdigitalisierung, der Technologieentwicklung und der Cyber-Sicherheit“, sagt Thüringens Digitalminister Steffen Schütz.

Die Thüringer Landesregierung hat sich vorgenommen, den Freistaat zu einem digitalen Vorreiterland zu machen. Im Fokus der Digitalisierungspolitik stehen dabei die Thüringer Bürgerinnen und Bürger, so Schütz. „Mein Anspruch ist ein moderner, digitaler und effizienter Freistaat, der als Dienstleister das Leben der Menschen und Unternehmen vereinfacht und ihr Vertrauen in die Verwaltung wieder stärkt. Bis zum Jahr 2035 gehen etwa die Hälfte der Bediensteten der Landesverwaltung in Rente und aufgrund des Fachkräftemangels werden nicht alle Stellen nachbesetzt werden können. Um eine arbeitsfähige Landes-und Kommunalverwaltung abzusichern, müssen wir schneller digitalisieren, Prozesse standardisieren, automatisieren und vereinfachen. Der Digitalbeirat unterstützt uns mit seiner vielfältigen Expertise bei der anspruchsvollen Aufgabe einer gelingenden Digitalisierung.“

Der Digitalbeirat besteht aus 18 Mitgliedern, berät die Landesregierung interdisziplinär bei Digitalisierungsvorhaben und begleitet deren Umsetzung. Die Mitglieder des Beirates werden zunächst zwei Jahre berufen. In der Geschäftsordnung des Digitalbeirats werden Compliance-Grundsätze festgelegt, um potentielle Interessenkonflikte insbesondere bei Mitgliedern aus der Wirtschaft und von Verbänden zu vermeiden. Die Vorschläge und Empfehlungen des Digitalbeirats werden im TMDI für die Landesregierung gebündelt und aufbereitet.

Die Motivationen der Mitgliedschaft im Digitalbeirat ist so vielfältig wie die Reputation und Expertise der 18 berufenen Expertinnen und Experten. Drei designierte Mitglieder werden exemplarisch zitiert:

Milen Starke von Q-Soft GmbH: "Wenn wir über das Thema Digitalisierung sprechen, dann ist für mich vor allem die Verbindung zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wichtig. Der Digitalbeirat wird diese verbindende Aufgabe wahrnehmen. Denn nur mit einem gut koordinierten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dreiklang können wir die Digitalisierung in Thüringen erfolgreich umsetzen. Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind die Verbesserung der digitalen Infrastruktur, ein modernes E-Government und eine wirksame Cyber-Security."

Prof. Dr. Sven Müller-Grune von der Fachhochschule Schmalkalden: "Ich bin seit 25 Jahren in der kommunalen Beratung tätig und in der verwaltungsrechtlichen Weiterbildung engagiert. In diesem Zusammenhang habe ich mich intensiv mit dem Rechtsrahmen der unvermeidlichen Digitalisierung beschäftigt. Ich möchte mich in meinem Heimatland dafür engagieren, dass wir in Thüringen im Digitalbereich wirtschaftlich wie in der Verwaltung wettbewerbsfähig bleiben. Mit Blick auf den demografischen Wandel bietet die Digitalisierung uns die große Chance, den absehbaren Personalmangel durch digitale Technik und Prozesse aufzufangen und so die Zukunftsfähigkeit Thüringens abzusichern."

Sandy Jahn von der Initiative D21 e.V.: "Thüringen ist meine Heimat und deshalb ist es mir wichtig, mich im Digitalbeirat zu engagieren. Bei der Initiative D21 verantworte ich Studien zur Nutzung und Akzeptanz der digitalen Verwaltung und dem digitalen Mindset der Bevölkerung. Eine gelingende Digitalisierung unserer Lebenswelten muss sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Ich möchte, dass alle Menschen in Thüringen von der Digitalisierung profitieren - die Jungen, die Älteren und insbesondere auch Frauen. Mein Fokus beim Thema Digitalisierung liegt auf Bildungs- und Beschäftigungschancen sowie auf Wirtschafts- und Innovationskraft."

Tabelle 1: designierte Mitglieder des Thüringer Digitalbeirats

 

 

Name

Institution

1

Dr. Herbert Vogler

Digitalagentur, Geschäftsführer

2

Marie Heger

Bitkom e.V, Referentin Landespolitik und Internationales

3

Heiko Kahl

ITNet Thüringen e.V., Vorsitzender

4

Milen Starke

Q-Soft GmbH

5

Timo König

Open Source Business Alliance

6

Tino Melzer

Thüringer Beauftragter für den Datenschutz und Informationsfreiheit

7

Andreas Hoffmeier

Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur

8

N.N.

N.N.

9

Prof. Dr. Sven Müller-Grune

Professur für Öffentliches Wirtschaftsrecht, FH Schmalkalden, Mitglied im Normenkontrollrat

10

Jens Kubieziel

Bürger und Mitglied des ccc

11

Benennung einer Person nach Beschluss der komm. Spitzenverbände

AG kommunale Spitzenverbände

12

Sandy Jahn

Initiative D21 e. V. 

13

Prof. Martin Lätzel

Direktor Landesbibliothek Schleswig-Holstein und Honorarprofessor für Kulturmanagement und Digitalisierungspolitik an der Fachhochschule Kiel

14

Corinna Hersel

Verdi

15

Adrian König

Head of Corporate Innovation Partner, Leiter lnnovationsmanagement und digitale Transformation, Jenoptik

16

Frank Wicht

Eastern Graphics, Geschäftsführer

17

Christian Otto Grötsch

dotSource, CEO

18

Thomas Fischer

TecArt GmbH, CEO

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