„Jena gehört neben Erfurt zu den Städten in Thüringen, wo die Nachfrage nach bezahlbaren, aber dennoch modernen Wohnungen am höchsten ist. Um diesen Bedarf zu decken, ist es wichtig, auch den bestehenden Gebäudebestand nicht aus dem Auge zu verlieren. Das Vorhaben der Wohnungsgenossenschaft ‚Carl Zeiss‘ ist ein Paradebeispiel für nachhaltiges, ressourcensparendes Bauen im Bestand. Es wird den Anforderungen an zeitgemäßes, verbessertes und generationengerechtes Wohnen im städtischen Umfeld gerecht werden“, so Staatssekretärin Prof. Schönig.
Das Gebäude wird künftig über einen neuen Eingangsbereich und eine neue Aufzugsanlage erschlossen, das Bestandstreppenhaus bleibt erhalten. Bis auf das Untergeschoss werden alle Geschosse und somit alle Wohneinheiten barrierefrei erreichbar sein. Auch die Fußwege auf den Außenanlagen werden barrierefrei gestaltet. Zwischen den Eingängen werden überdachte Fahrradstellplätze errichtet. So wird auch dem urbanen Mobilitätsbedürfnis der künftigen Mieterinnen und Mieter Rechnung getragen.
Die Wohnungsgenossenschaft “Carl Zeiss” hat sich freiwillig dazu verpflichtet, die Belegungsbindung der neu entstehenden Wohnungen von 15 auf 20 Jahre zu verlängern. Dafür – sowie für die barrierefreie Ausgestaltung der Wohnungen – werden dem Vorhaben neben der Fördersumme über 4,9 Mio. Euro Tilgungszuschüsse in Höhe von rund 700.000 Euro gewährt. „In Zeiten, in denen jährlich mehr Sozialwohnungen aus der Belegungsbindung fallen als neue hinzukommen, leistet die Wohnungsbaugenossenschaft ‚Carl Zeiss‘ mit dem Vorhaben einen wichtigen Beitrag, diesem Trend entgegenzusteuern“, so Staatssekretärin Schönig abschließend.

