Der Neubau des IT-Dienstleistungszentrums nimmt neben dem Rechenzentrum mit der notwendigen IT-Infrastruktur Bürobereiche für die interne Verwaltung und Lehrbereiche der Universität auf. Auf rund 2.200 m² sind Serverräume, Computerpools, Labore für Virtual-Reality-Anwendungen, Lehr- und Forschungsräume, Büros und Technikräume untergebracht. Außerdem wird das Gebäude als eines der beiden IT-Dienstleistungszentren für die Thüringer Hochschulen die Versorgung mit allen zentralen IT-Diensten wie Kernnetzknoten, Serverinfrastruktur, Computerpools, IT Spezialsysteme, Print- und Plotttechnik und zahlreichen Dienstleistungen gewährleisten.
„Seit 1995 hat die Staatliche Bauverwaltung für die TU Ilmenau Neubauten und Modernisierungen im Umfang von ca. 150 Mio. Euro durchgeführt. Heute nun eine Doppelpremiere: die Einweihung des gestalterisch außerordentlich gelungenen Grace-Hopper-Baus und die Sanierung der denkmalgeschützten Fassade der Mensa. Damit kommt die bauliche Entwicklung des Unistandorts Ehrenberg vorläufig zum Abschluss“, sagt Bauministerin Susanna Karawanskij anlässlich der Einweihung.
Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee ergänzt: „Das Rechenzentrum stellt das infrastrukturelle Herzstück der Technischen Universität Ilmenau dar. Schließlich sind Wissenschaft und Forschung mehr denn je auf eine exzellente IT-Versorgung angewiesen, die immer größere Datenmengen verarbeiten und speichern kann. Der Grace-Hopper-Bau kann genau das leisten. Er trägt damit dazu bei, die Studienbedingungen weiter zu verbessern und ein Studium in Ilmenau noch attraktiver zu machen.“
Der Bauauftrag war im Juni 2018 erteilt worden; der Spatenstich erfolgte im Mai 2019. Nach rund vierjähriger Bauzeit konnte das Gebäude planmäßig im Juni 2023 an die TU Ilmenau übergeben werden. Die Kosten für den Grace-Hopper-Bau betragen rund 19 Mio. Euro, davon sind rund 12,8 Millionen Euro EFRE-Mittel, das Land trägt rund 6,2 Mio Euro. In die denkmalgerechte Sanierung der Fassade der Mensa hat der Freistaat Thüringen rund 1,7 Mio Euro investiert.
„Der Neubau ersetzt nicht nur das alte Rechenzentrum unserer Universität, sondern bietet mit mehr Platz für Serverfarmen und neuen Laboren bessere und attraktivere Bedingungen für unsere Studierenden und unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als einer von zwei Standorten leistet Ilmenau auch einen wesentlichen Beitrag zum Hochschul-IT-Zentrum. Somit profitieren auch die anderen Thüringer Hochschulen von diesem Bau“, so der Präsident der TU Ilmenau Prof. Kai-Uwe Sattler.
„Für die Entscheidung, eine solche Investition in Ilmenau vorzunehmen, bin ich sehr dankbar. Die Ansiedlung ist zugleich Anerkennung für unsere Stadt, die nach enormen wirtschaftlichen Umbrüchen konsequent den Weg beschritten hat, sich zukunftsfähig als Thüringer IT-Standort aufzustellen. Davon zeugen nicht nur unsere technologisch orientierten Unternehmen, die starke Präsenz zweier Fraunhofer-Institute, sondern auch die Erweiterung des Informationstechnikzentrums Bund in Ilmenau. Ist mit der Einweihung des Grace-Hopper-Baus die grundlegende Umgestaltung des Ehrenbergs auch vorläufig abgeschlossen, schlagen wir als Stadt in den kommenden Monaten ein neues Kapitel auf: Mit der Erschließung des Areals Fischerhütte schaffen wir gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen, privatem Engagement und der Technischen Universität ein attraktives Viertel mit hoher Lebensqualität, das sich nahtlos an den neu gestalteten Campus anschließt“, erklärt Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß.
Alle Fotos: D. Santana (TMIL)










