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Medieninformation Forschungsneubau des Landes für das Helmholtz-Institut Jena wurde mit renommiertem Architekturpreis „best architects 24 award“ ausgezeichnet


Der im November 2022 eingeweihte Forschungsneubau des Helmholtz-Instituts Jena wurde aktuell mit dem „best architects 24 award“ ausgezeichnet. Im Beisein von Staatssekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig wird heute die entsprechende Plakette am Eingangsbereich des Neubaus enthüllt. Nach Auslobung eines europaweit offenen Architekturwettbewerbs durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr wurde das Forschungsgebäude nach dem Siegerentwurf des Weimarer Architekturbüros Osterwold Schmidt in Zusammenarbeit mit dem Jenaer Büro Impuls-Landschaftsarchitektur errichtet. Der Freistaat finanzierte den Forschungsneubau mit insgesamt 8,9 Mio. Euro komplett aus Landesmitteln für staatliche Hochbaumaßnahmen. Der „best architects award“ gilt als eine der renommiertesten Architekturauszeichnungen. Seit 2007 prämiert er herausragende architektonische Leistungen aus der internationalen Architekturszene.

Ansicht des Neubaus des Helmholtz-Instituts
Foto: M. Heller (TMIL)

„Zum Gewinn des ‚best architects 2024 award‘ gratuliere ich dem Architekturbüro Osterwold Schmidt sehr herzlich. Dass bei der Planung des Forschungsgebäudes ein europaweit offener Architekturwettbewerb ausgelobt wurde, war der Landesregierung und insbesondere meinem Haus sehr wichtig. Dies entspricht der Verpflichtung des Landes zur Baukultur“, so Staatssekretärin Prof. Schönig. „Jenseits von Aspekten wie Transparenz und Fairness sind Architekturwettbewerbe eines der besten Mittel, um für einen Neubau die optimale Lösung hinsichtlich Städtebau, Funktion, Ökonomie sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeit zu finden. Eine Erfolgsgeschichte, wie sich nun mit dem ‚best architects 24 award‘ für den Forschungsneubau des Helmholtz-Instituts Jena einmal mehr gezeigt hat“, fügt sie hinzu.

„Unser Dank gilt dem Freistaat Thüringen und der Universität Jena für die stetige Unterstützung des Instituts seit seiner Gründung in 2009. Das Gebäude markiert nun den Abschluss der Aufbauphase des Institutes und deckt den über die Jahre gewachsenen Bedarf an Arbeitsplätzen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die neuen Labor- und Forschungseinrichtungen bieten uns nun hoch innovative Experimentiermöglichkeiten am Standort und ermöglichen somit die Gewinnung neuer Erkenntnisse für die Laser-Teilchenbeschleunigung und im Bereich neuartiger, bildgebender Methoden mit einem breiten Anwendungsspektrum“, so der Leiter des Helmholtz-Instituts Prof. Dr. Thomas Stöhlker.

Die Jury des „best architects award“ prämierte in diesem Jahr aus über 350 eingereichten Arbeiten 79 Projekte in neun Kategorien. Der Forschungsneubau des Helmholtz-Instituts gewann den Preis in der Kategorie „Bildungsbauten“. Die Planung des Vorhabens war eine Herausforderung. Das Architekturbüro Osterwold Schmidt hatte es mit einem steilen, nach Süden orientierten Hanggrundstück zu tun, das genau am Übergang von Institutsbauten der Friedrich-Schiller- Universität und oberhalb freistehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern liegt. Entstanden ist schließlich ein turmartiger Baukörper, der die schwierige Topografie ideal ausnutzt. Die Erschließung von der Straße aus erfolgt im dritten von insgesamt vier Geschossen über eine Brücke. In den Obergeschossen befinden sich die Büros mit Blick über Jena. Das wesentliche Forschungsgeschoss ist unterirdisch im Hang verborgen. Dort befindet sich der sogenannte Target-Raum, in dem die Hochleistungs-Laser-Experimente des Instituts stattfinden. Die qualitativ hochwertige Architektur erfüllt so auch die sehr hohen Anforderungen an den Strahlenschutz.

„Den durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr errichteten Forschungsneubau haben wir ohne Förderung des Bundes oder der EU allein mit rund 8,9 Mio. Euro Landesmitteln finanziert. Durch die exzellente Projektleitung durch die Außenstelle Jena konnte das Projekt trotz Corona und des russischen Kriegs in der Ukraine nahezu im Zeit- und Kostenrahmen realisiert werden. Die nun erfolgte Auszeichnung mit dem ‚best architects 24 award‘ festigt mich umso mehr in der Überzeugung, dass das hier investierte Geld für exzellente Forschungsbedingungen gut angelegt ist“, so die Staatssekretärin.

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