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Medieninformation Förderbescheid über 31,4 Millionen Euro an die Jenaer Nahverkehr GmbH übergeben


Prof Schönig: „Wichtiger Schritt zur Verbesserung des ÖPNV in Jena“

Heute übergab Staatssekretärin Prof. Schönig einen Förderbescheid in Höhe von 31,4 Millionen Euro an die Jenaer Nahverkehr GmbH. Mit den Fördermitteln soll in Jena das Straßenbahnnetz erweitert und die Linie 1 neu gebaut werden. Die Fördermittel in Höhe von 31,4 Millionen Euro stammen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes. Die förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 41,9 Millionen Euro.

„Die Landesregierung steht zu ihrem Bekenntnis, die Stadt Jena bei der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Beschaffung neuer Straßenbahnfahrzeuge zu unterstützen. Ich freue mich, dass uns die Förderung dieses wichtigen Infrastrukturprojekts über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gelungen ist. Damit können wir Klimaschutzziele, Verkehrswende und Lebensqualität in Jena einen großen Schritt voranbringen“, so Prof. Schönig bei der Übergabe.

Ein wichtiges Ziel der Thüringer Landesregierung sei, die Thüringer Kommunen und Verkehrsunternehmen beim Ausbau des klimafreundlichen Nahverkehrs und der kommunalen Verkehrswende zu unterstützen. Allein für die Beschaffung von neuen Straßenbahnfahrzeugen stehen zwischen 2018 und 2024 rund 70 Millionen Euro zur Verfügung (37 Millionen EU-Mittel und 32 Millionen Euro Landesmittel). Auch für Ausbau und Erneuerung der Straßenbahntrassen werden im gleichen Zeitraum rund 33 Millionen Euro bereitgestellt.

„Es freut mich über alle Maßen, dass wir nach mittlerweile zwei Jahrzehnten Planungen und Diskussion zur Nordverlängerung der Jenaer Straßenbahn nun mit einer gesicherten Finanzierung in die tatsächliche Umsetzung gehen können. Fast zwei Jahre haben wir im Jenaer Nahverkehr und dem Dezernat für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen für eine Aufnahme in das Nahverkehr-Förderprogramm des Bundes geworben und können nun endlich den Förderbescheid für die Nordverlängerung der Linie 1 entgegennehmen. Dies ist aus Sicht des Nahverkehrs wie der Stadtentwicklung ein großer Erfolg und zudem in Zeiten einer schwierigen Haushaltssituation des Bundes ein positives Zeichen, dass wichtige Projekte weiter umgesetzt werden können. Der Anschluss des Himmelreichs, das Am Oelste sowie der weiteren neuen Wohngebiete im äußersten Norden Jenas an unser Straßenbahnnetz ist mir eine Herzensangelegenheit und wird weiteren Bürger:innen den Umstieg vom Individualverkehr hin zum klimafreundlichen Nahverkehr ermöglichen“, sagte Bürgermeister Christian Gerlitz, welcher zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Jenaer Nahverkehrs ist.

Durch das Projekt soll eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse geschaffen werden, die u.a. die bislang unzureichend erschlossenen Neubauwohngebiete im Norden der Stadt mit der Innenstadt, dem Busbahn-hof und dem zentrumsnächsten Bahnhof Jena-Paradies verbindet. Am weiteren Streckenverlauf liegt der ÖPNV-Betriebshof (Bus- und Straßenbahnbetriebshof), das Gewerbe- und Einkaufszentrum Burgaupark sowie der Neubaustandort des größten Thüringer Universitätsklinikums. Die Strecke des Projekts „Die Linie 1“ soll in Neulobeda, dem größten peripheren Wohngebiet der Stadt mit mehr als 20.000 Einwohner:innen, enden.

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