Auf der Agenda der ersten Sitzung des Thüringer Digitalbeirats steht die „Digitale Souveränität“, als eines der aktuellen Megathemen der Digitalisierung. „Durch die sich ändernde Weltordnung steigt die Bedeutung der Digitalen Souveränität für die Verwaltung wie für die heimische Wirtschaft. Eine größere Unabhängigkeit von globalen Tech-Konzernen bietet bessere Chancen für regionale Lösungen, einen fairen Wettbewerb und somit für regionale, mittelständische Technologieunternehmen“, sagt Minister Schütz.
Die Mitglieder des Beirates werden zunächst zwei Jahre berufen. In der Geschäftsordnung des Digitalbeirats werden Compliance-Grundsätze festgelegt, um potentielle Interessenkonflikte insbesondere bei Mitgliedern aus der Wirtschaft und von Verbänden zu vermeiden. Die Vorschläge und Empfehlungen des Digitalbeirats werden im TMDI für die Landesregierung gebündelt und aufbereitet.
Minister Steffen Schütz betont die Bedeutung des Digitalbeirats: „Thüringen hat strukturelle Nachteile bei der digitalen Infrastruktur, die es Schritt für Schritt abzubauen gilt. Die Thüringer blicken zum Teil skeptischer auf die Digitalisierung als anderswo, beim Ausbau der Glasfaser- und Gigabit-Infrastruktur gibt es Nachholbedarf. Mein Anspruch ist ein digitaler, effizienter und bürgernaher Freistaat, der als Dienstleister das Leben der Menschen spürbar einfacher macht. Der Digitalbeirat wird uns beratend dabei unterstützen, die Chancen der Digitalisierung für unseren Freistaat effektiv zu nutzen.“
Die Motivationen der Mitgliedschaft im Digitalbeirat ist so vielfältig wie die Reputation und Expertise der 19 berufenen Expertinnen und Experten. Zwei designierte Mitglieder werden exemplarisch zitiert:
Prof. Dr. Sven Müller-Grune von der Fachhochschule Schmalkalden: " Ich möchte mich in meinem Heimatland dafür engagieren, dass wir in Thüringen im Digitalbereich wirtschaftlich wie in der Verwaltung wettbewerbsfähig bleiben. Mit Blick auf den demografischen Wandel bietet die Digitalisierung uns die große Chance, den absehbaren Personalmangel durch digitale Technik und Prozesse aufzufangen und so die Zukunftsfähigkeit Thüringens abzusichern."
Sandy Jahn von der Initiative D21 e.V.: "Thüringen ist meine Heimat und deshalb ist es mir wichtig, mich im Digitalbeirat zu engagieren. Eine gelingende Digitalisierung unserer Lebenswelten muss sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Ich möchte, dass alle Menschen in Thüringen von der Digitalisierung profitieren - die Jungen, die Älteren und insbesondere auch Frauen. Mein Fokus beim Thema Digitalisierung liegt auf Bildungs- und Beschäftigungschancen sowie auf Wirtschafts- und Innovationskraft."
Tabelle 1: Mitglieder des Thüringer Digitalbeirats
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lfd. Nr. |
Name |
Institution |
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1 |
Thomas Budde |
Thüringische Landkreistag |
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2 |
Thomas Fischer |
TecArt GmbH |
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3 |
Christian Otto Grötsch |
dotSource SE |
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4 |
Marie Heger |
Bitkom e.V |
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5 |
Corinna Hersel |
Verdi |
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6 |
Andreas Hoffmeier |
Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) |
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7 |
Jutta Horstmann |
Unternehmerin, Gründerin, Aufsichtsrätin |
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8 |
Sandy Jahn |
Initiative D21 e. V. |
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9 |
Heiko Kahl |
ITNet Thüringen e.V. |
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10 |
Adrian König |
Head of Corporate Innovation Partner, Leiter lnnovationsmanagement und digitale Transformation, Jenoptik |
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11 |
Timo König |
Open Source Business Alliance - Bundesverband für digitale Souveränität e.V. |
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12 |
Jens Kubieziel |
Bürger und Mitglied des ccc |
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13 |
Prof. Martin Lätzel |
Direktor Landesbibliothek Schleswig-Holstein und Honorarprofessor für Kulturmanagement und Digitalisierungspolitik an der Fachhochschule Kiel |
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14 |
Tino Melzer |
Thüringer Beauftragter für den Datenschutz und Informationsfreiheit |
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15 |
Prof. Dr. Sven Müller-Grune |
Professur für Öffentliches Wirtschaftsrecht, FH Schmalkalden |
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16 |
Dr. Carsten Rieder |
Thüringer Gemeinde- und Städtebund |
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17 |
Milen Starke |
Q-Soft GmbH |
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18 |
Dr. Herbert Vogler |
Digitalagentur Thüringen GmbH |
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19 |
Frank Wicht |
Eastern Graphics GmbH |

