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Medieninformation Ergänzung des Radwegenetzes in Weimar: Lückenschluss zwischen dem Abzweig Gaberndorf und Weimar-Nord (Marcel-Paul-Straße) wird gebaut


„Wir wollen die Radverkehrsinfrastruktur in der Fläche systematisch verbessern und die Verkehrssicherheit landesweit erhöhen. Ein aktuelles Vorhaben ist ein Radweg zwischen Gaberndorf und Weimar-Nord. Das Projekt wird die örtliche Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr spürbar verbessern. Damit schaffen wir eine Voraussetzung dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad im Alltag als ökologisches, gesundes Verkehrsmittel sowie als touristisches Fortbewegungsmittel nutzen können. Dem Bund gilt herzlicher Dank für die Bereitstellung der Finanzhilfen“, sagt Verkehrsministerin Susanna Karawanskij.

Der rund 900 m lange, kombinierte Rad-/Gehweg wird das Weimarer Radwegenetz ergänzen und den Lückenschluss zwischen Filzweidenweg und Marcel-Paul-Straße schaffen. Der Weimarer Ortsteil Gaberndorf verfügt bereits über eine Radwegeverbindung in Richtung Süden zur Innenstadt über die Schwanenseestraße. Mit der Routenführung über den Filzweidenweg erfolgt die Anbindung an die nördlich gelegenen Stadtteile sowie den Bahnhof. Der Weg wird südlich parallel zum Filzweidenweg geführt. Der Weg wird eine Breite von 2,50 m haben. In Weimar-Nord geht der Rad-/Gehweg in eine Fahrradstraße (Länge ca. 120 m) für die Erschließung der Anliegergrundstücke über, die bis zur Marcel-Paul-Straße angelegt wird. 

„Der Radweg ist für die Einwohner der Stadtteile extrem wichtig und wird von ihnen seit vielen Jahren herbeigesehnt. Mit dem neuen Weg können wir neben den besseren Anbindungen auch zu einer erhöhten Verkehrssicherheit, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule, beitragen“, betont Oberbürgermeister Peter Kleine.

Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 1,4 Mio. Euro. Das Vorhaben wird mit bis zu 75 % der zuwendungsfähigen Gesamtkosten im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ vom Bund gefördert. Bauherr ist die Stadt Weimar.

Der Spatenstich erfolgte bereits am 19.06.2023. Die Erdarbeiten begannen am 22.06.2023. Nach aktuellen Planungen sollen die Bauarbeiten im November 2023 abgeschlossen werden.

Weitere Informationen zum Radverkehr in Thüringen:

In Thüringen ist das Fahrrad bereits eines der am häufigsten genutzten Verkehrsmittel. 74 % der im Rahmen des „Fahrrad Monitor 2021 Thüringen“ Befragten gaben an, das Rad regelmäßig, wenn auch vorwiegend in der Freizeit, zu nutzen. 

Das Radroutennetz umfasst gemäß dem Radroutenplaner Thüringen rund 3.700 km überregionale und regionale Themenrouten sowie rund 10.200 km lokales Radnetz. 

Mit Stichtag zum 1. Januar 2023 betrug die Länge der Radwege entlang der Bundesstraßen 360 km und entlang der Landesstraßen 274 km. 

Seit 2015 wurden zusätzlich zu den kommunalen Mitteln insgesamt rund 90 Mio. Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln in den Ausbau und Erhalt der Radwege und in den Fußverkehr in Thüringen investiert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

 

2015–2022

Finanzierung Radwege an Bundesstraßen

6,5 Mio. €

Finanzierung Radwege an Landesstraßen

12,3 Mio. €

Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur, Rad- und Gehwege

27,2 Mio. €

Förderung touristischer Radwege

34,2 Mio. €

Förderung multifunktionaler Wege

4,1 Mio. €

Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes

5,7 Mio. €

Summe

90,0 Mio. €

Durchschnitt/Jahr

11,2 Mio. €/Jahr

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