Der D21-Digital-Index wird bundesweit ermittelt und bildet jährlich den Status quo der Digitalisierung in der Gesellschaft ab. Er wird von der Initiative D21 e.V. herausgegeben und vom Marktforschungsinstitut KANTAR erhoben. Die Digitalagentur Thüringen hat im Auftrag der Thüringer Landesregierung eine Sonderauswertung des D21-Digital-Index 2024/25 speziell für Thüringen erstellt.
„Digitalisierung ist der Schlüssel zu einer modernen Gesellschaft. Sie bietet große Chancen, unseren Alltag zu verbessern. Dabei darf sie jedoch nicht Selbstzweck sein – im Mittelpunkt stehen stets die Menschen. Wir wollen eine Digitalpolitik gestalten, die allen Thüringerinnen und Thüringern im Alltag hilft und nehmen ihre Erwartungen und Bedenken ernst“, sagte Minister Schütz bei der Vorstellung der Ergebnisse.
Die Sonderauswertung liefert einen detaillierten Einblick in die Thüringer Digitalgesellschaft. Im Ergebnis liegt Thüringen insgesamt auf Augenhöhe mit dem Bund, doch innerhalb der Bevölkerung zeigen sich Unterschiede. Männer bewerten ihre digitalen Fähigkeiten höher als Frauen und stehen der Digitalisierung aufgeschlossener gegenüber. Dieser „Digital Gender Gap“ zeigt sich bundesweit, ist in Thüringen aber ausgeprägter. Auch nach Alter gibt es Unterschiede: Während bundesweit vor allem Jüngere digitalaffin sind, gilt das in Thüringen nicht durchgehend. So schätzen die 14- bis 29-Jährigen ihre Kompetenzen niedriger ein als die 30- bis 49-Jährigen und liegen auch hinter Gleichaltrigen im Bund zurück. Menschen ab 65 Jahren hingegen sind in Thüringen digital kompetenter und aufgeschlossener als ihre Altersgenossen im Bund.
„Wenn wir die Digitalisierung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft in Thüringen erfolgreich umsetzen wollen, müssen wir die Vorbehalte in der Gesellschaft abbauen, das digitale Selbstbewusstsein der Menschen im Freistaat durch moderne Bildungsangebote erhöhen und das Vertrauen in die Vorteile des digitalen Wandels vergrößern. Das gelingt vor allem, wenn wir digitale Verwaltungsleistungen so gestalten, dass sie das Leben der Menschen spürbar erleichtern, sich dadurch die Servicequalität des Verwaltungshandelns erhöht und die Menschen im digitalen Verwaltungshandeln durch Digitallotsen unterstützt werden“, betont Minister Schütz. „Wir planen eine Digitalkompetenzoffensive, um das digitale Selbstbewusstsein der Thüringerinnen und Thüringer deutlich zu erhöhen. Zudem werden wir Angebote wie die Unterstützung durch Digitallotsen schaffen, damit jede und jeder von den Chancen der Digitalisierung profitieren kann. Mit Blick auf das geplante Sondervermögen des Bundes ist es notwendig, dass weitere Investitionen in die digitale Bildung getätigt werden.“
Für die Sonderauswertung wurden im Juli 2024 knapp 1.000 Thüringerinnen und Thüringer befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung im Freistaat ab 14 Jahren.
Ausführliche Informationen zur Thüringer Sonderauswertung gibt es unter https://thueringen-digital.de/insights. Die Ergebnisse der Hauptstudie D21-Digital-Index 2024/25 finden Sie hier: https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital-index/2024-25.

