Staatssekretärin Starke priorisierte dabei Themen, die die digitale Verwaltung maßgeblich voranbringen sollen. Besonders im Fokus steht die Strategie für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Landesverwaltung. Der Einsatz von KI in der Landesverwaltung soll in den kommenden Jahren die Effizienz und Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessern. Durch behördenübergreifende Workshops wurde eine Daten- und KI-Strategie entwickelt, die fünf zentrale Handlungsfelder umfasst, darunter Ordnungsrahmen, Automatisierungspotentiale, Datenmanagement und Datenschutz, sowie Daten- und KI Kompetenzen, Vernetzung und Transfer. Ziel ist es, Anwendungen für KI zu identifizieren, Daten-Governance zu etablieren und innovative Anwendungsfelder zu erschließen – stets mit Blick auf den Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger. Ein erster wichtiger Schritt für die künftige Thüringer KI-Strategie wurde heute Vormittag mit der Vorstellung des bundesweit ersten KI-Tools für die Digitalisierung kommunaler Antragsverfahren durch Thüringens Digitalminister Steffen Schütz in Erfurt getan.
Staatssekretärin Milen Starke erklärt dazu: „Unsere Vision ist eine moderne, transparente und bürgernahe Verwaltung, die durch den verantwortungsvollen Einsatz von KI und digitalen Technologien den Alltag der Menschen erleichtert. Dabei setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um gemeinsam Standards zu setzen und die Digitalisierung in Thüringen und den anderen Ländern voranzutreiben.“
Darüber hinaus setzt sich Staatssekretärin Milen Starke für die stärkere Förderung der digitalen Souveränität durch den Einsatz offener Standards und freier Software ein. Die Abhängigkeit von großen internationalen Softwareanbietern muss verringert, die Kontrolle über Daten gestärkt und die Kosten gesenkt werden – zum Vorteil der Steuerzahler. In den vergangenen Jahren sind die Lizenzgebühren zur Nutzung von Microsoft und anderen marktdominierenden Softwareanbietern immens gestiegen. Die Staatssekretärin verweist auf die Vorteile der digitalen Souveränität auch für die deutsche und europäische IT-Branche: „Durch den schrittweisen Umstieg auf offene Standards und europäische Anbieter wollen wir die heimische IT-Wirtschaft stärker unterstützen und so unabhängiger von den marktdominierenden Tech-Konzernen werden.“.
„Unsere Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Verwaltung effizienter, sicherer und bürgerfreundlicher zu gestalten“, betont Starke. „Durch den Einsatz offener Standards und innovativer KI-Lösungen schaffen wir eine digitale Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Menschen in Thüringen gerecht wird.“
Die Thüringer Landesregierung sieht in der engen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie in der aktiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürger den Schlüssel für eine erfolgreiche Digitalisierung. Mit diesen Initiativen setzt Thüringen ein starkes Zeichen für eine moderne, nachhaltige und bürgernahe Verwaltung.
Der Lenkungsausschuss E-Government und IT in Thüringen ist das zentrale Gremium für die digitale Transformation der thüringischen Verwaltung. Es verantwortet die strategische Steuerung und Umsetzung von E-Government-Vorhaben, legt die fachliche Ausrichtung der IT des Landes fest und sorgt für die Koordination mit den Ministerien und der Staatskanzlei. Ziel ist die effiziente Gestaltung der digitalen Verwaltung und die Verbesserung der Bürgerdienste.
Der deutsche IT-Planungsrat ist ein 17-köpfiges Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Länder. Er ist das zentrale politische Steuerungsgremium für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und hat den hoheitlichen Auftrag, wirksame Lösungen zu gestalten, von denen alle gemeinsam profitieren: Bund, Länder und Kommunen, Unternehmen und die Gesellschaft. Der IT-Planungsrat tagt üblicherweise 3-mal im Jahr.

