In der Studie wurden insbesondere digitale Leistungen wie die Antragstellung beim Bauen und Wohnen, Anmeldung der Hundesteuer, Führerscheinangelegenheiten und Ummeldungen betrachtet. Neben dem Ausbau der flächendeckenden digitalen Leistungen zeigt auch die Werbung für die digitalen Angebote in Thüringen erste Erfolge. Laut eGovernment Studie sind in Thüringen 56 % der Menschen zufrieden mit dem E-Government Angebot vor Ort. Die Digitale Nutzungslücke beträgt in Thüringen 34 %. Das heißt, etwa ein Drittel der befragten Personen nutzt Verwaltungsleistungen weiterhin vollständig offline. 32 % der Befragten aus Thüringen halten eine rein digitale Verwaltung für selbstverständlich. Weitere 31 % sind offen für die weitere Digitalisierung, wenn ihre Bedenken im Umstellungsprozess berücksichtigt werden.
Vor allem eine spürbar schnellere Bearbeitung erhöht die Akzeptanz für die Verwaltungsdigitalisierung. Telefonische Unterstützung, persönliche Anlaufstellen und verständlichere Formulare sind weitere Faktoren, um die digitale Nutzungslücke zu schließen. Bereits im Juni zeigten Zahlen des BMDS, dass Thüringen, bei der Anzahl angebotener digitaler Verwaltungsleistungen bundesweit mit Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern auf die vorderen Plätze geklettert war. „Wir haben die Anzahl der digitalen Verwaltungsangebote in Thüringen spürbar erhöht. Wir bauen den 115 Telefonservice für Bürger aus, damit sich die Beratung im Umgang mit behördlichen Digitalangeboten verbessert und wir arbeiten intensiv daran, dass Leistungen online leichter auffindbar und nutzbar werden. Damit setzen wir die Empfehlungen der Studie bereits aktiv um, damit Thüringen beim nächsten Ranking seine Platzierung verbessert und wir uns als digitales Vorzeigeland etablieren“, resümiert Minister Schütz die Handlungsempfehlungen.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen einen bundesweiten Aufwärtstrend bei der Nutzung von Online-Leistungen. Thüringen hat im vergangenen Jahr einen besonderen Schwerpunkt bei der Einführung (Roll-Out) von Online-Diensten in den Kommunen gelegt. Die für Thüringen festgestellte Verkleinerung der sogenannten „digitalen Nutzungslücke“ (d.h. die Nichtnutzung digitaler Angebote) zeigt nunmehr die ersten positiven Wirkungen.
Die Ergebnisse des eGovernmentMONITOTS 2025 sind online einsehbar: https://initiatived21.de/uploads/03_Studien-Publikationen/eGovernment-MONITOR/2025/D21-eGovMon2025.pdf
Mit aktuell insgesamt 1.239 flächendeckend verfügbaren Onlinediensten hat Thüringen in den vergangenen zehn Monaten unter anderem seine Nachbarländer Sachsen und Hessen sowie Schleswig-Holstein überholt, die bislang zur Spitzengruppe der Bundesländer mit fortgeschrittener Verwaltungsdigitalisierung gehörten.
Zu den insgesamt 1.239 Thüringer Onlinediensten gehören 815 Verwaltungsleistungen des Bundes, 424 des Landes und zusätzlich 366, die in mindestens einer Kommune verfügbar sind. Zu diesen digitalen Onlinediensten gehören unter anderem der BAföG-Antrag, Anmeldung der Eheschließung, das Elterngeld, der Führerscheinantrag, das Führungszeugnis, die Gründung eines Handwerksbetriebs, die Kfz-Zulassung und vieles mehr.
Der Stand bei der Online-Verfügbarkeit von Verwaltungsleistungen findet sich online auf dem BMDS Dashborad.

