Altenburgs Bürgermeister André Neumann sieht durch die LGS 2030 Potenzial für die gesamte Region: „Ich bedanke mich bei allen, die das Projekt Landesgartenschau in Altenburg unterstützen und die dieses Anliegen so stark gemacht haben. Das gesamte Altenburger Land wird von einer Landesgartenschau profitieren und wir werden im Jahr 2030 ein würdiges Aushängeschild Thüringens sein.“
Das Altenburger Gartenschauprojekt steht unter dem Leitthema „Garten.Schau.Spiele.Stadt“. Die gesamte Stadt soll dabei Kulisse für die Landesgartenschau werden. Für die Ausstellungsfläche sind ins-gesamt 27 Hektar eingeplant, davon sollen nur 6,5 Hektar eintrittspflichtig und damit der Großteil kostenlos sein. Der Freistaat Thüringen unterstützt die Stadt Altenburg ab 2024 mit Investitionszuschüssen bis zu 5,8 Millionen Euro, um die LGS 2030 vorzubereiten. „Die Landesförderung für die LGS 2030 werden gut investiert sein, denn Altenburg wird noch grüner und attraktiver“, so Staatssekretär Weil.
Die Stadt möchte die Landesgartenschau insbesondere dazu nutzen, seine vielen Grünflächen, historischen Parks und Gärten miteinander zu einem grünen Band zu vernetzen. Zudem sollen 2,5 Hektar neue, innerstädtische und frei zugängliche Grünflächen geschaffen werden. „Das Konzept überzeugt durch seinen ganzheitlichen Ansatz. Brachflächen werden wiederbelebt, indem sie stadtklimatisch sinnvoll begrünt und miteinander vernetzt werden, um sie den Menschen als öffentlichen, sozialen Raum zugänglich zu machen“, so Weil.
Neben dem Gestaltungs- überzeugt auch das Finanzierungskonzept der Altenburger Bewerbung für die LGS 2030. In der Stadt gibt es zudem einen starken gesellschaftlichen Rückhalt für das Gartenschauprojekt. Staatssekretär Weil freut sich über die große Chance, die sich Altenburg durch die LGS 2030 bietet: „Landesgartenschauen sind ein wirksames Instrument der Stadtentwicklung. Sie wirken sich positiv auf das Wohnumfeld, die Landschaft, den Natur- und Umweltschutz sowie den Tourismus aus. Sie stärken die Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt und ihrer Region.“
Hintergrund:
Um die Ausrichtung der 6. Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2028 hatten sich erstmalig in der Geschichte der Landesgartenschauen in Thüringen acht Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse beworben. Sechs von ihnen waren in die zweite Runde des Bewerbungsverfahren gegangen:
• Arnstadt
• Altenburg
• Bad Liebenstein und Bad Salzungen
• Bad Frankenhausen
• Initiativkreis Interkommunale Landesgartenschau der Orla-Region (Pößneck, Neustadt an der Orla, Triptis)
• Allianz Thüringer Becken (Sömmerda, Straußfurt, Kindelbrück, Buttstädt, Rastenberg)
Im März und April 2022 bereiste eine Bewertungskommission unter Leitung von Staatssekretär Torsten Weil alle Bewerberstädte. Der Kommission gehörten Vertreter:innen der beteiligten Ressorts und der grünen Berufsfachverbände (Landesverband Gartenbau Thürin-gen e. V., Fachverband Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V., Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Landesgruppe Thüringen) sowie der Thüringer Tourismus GmbH an. Die von den Bewerberstädten eingereichten Machbarkeitsstudien wurden von der Bewertungskommission geprüft und bewertet. Im Ergebnis unter-breitete die Bewertungskommission der Thüringer Landesregierung den Vorschlag, die 6. Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2028 an den Initiativkreis Interkommunale Landesgartenschau der Orla-Region zu vergeben.
Die Bewerbung des Initiativkreises Interkommunale Landesgartenschau der Orlaregion (Städte Pößneck, Neustadt an der Orla, Triptis) erreichte dabei 88 % der Gesamtpunkteanzahl, dicht gefolgt von der Bewerbung der Stadt Altenburg mit 87 % der Gesamtpunkteanzahl.

