Staatssekretär Dr. Tobias J. Knoblich sagt anlässlich des Richtfests: „Erfolgreiche Schulzeit kann nur in einem guten Umfeld gelingen und ich bin sicher: Genau solch ein gutes Lernumfeld wird hier mit dem Kulturanum entstehen.“
Weiter führt der Staatssekretär aus: „Klar ist: Gute Schulen kosten Geld, viel Geld sogar. Oftmals sind wichtige Schulbauprojekte nur durch Fördermittel möglich. Hier setzt die Schulbauförderung in Thüringen an. Passend zum heutigen feierlichen Abschluss der Rohbauarbeiten wird das Kulturanum bei den jetzt anstehenden Ausbauarbeiten durch die Schulbauförderung mit 5 Mio. Euro unterstützt.“
Der leerstehende Schulstandort Erlangener Allee 151 soll für die Staatliche Gemeinschaftsschule „Kulturanum“ umgenutzt, umgebaut und saniert werden. Der Schulstandort ist neben dem regionalen Förderzentrum der einzige Schulstandort im bevölkerungsreichen Stadtteil Neulobeda-Ost. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die Ortsteile Lobeda, Drackendorf, Maua, Leutra, Göschwitz und Burgau.
Bei dem vorhandenen Schulgebäude handelt es sich um einen DDR-Typenbau „Gera 72“ aus den 1970er Jahren, es besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Im Rahmen des Bauvorhabens soll der Schulstandort vollständig umgebaut, saniert und ergänzt werden. Aus baulicher Sicht sind dabei im Wesentlichen folgende Maßnahmen geplant:
- Sanierung und Umbau der Gebäudesubstanz des Schulgebäudes,
- bauliche Erweiterung des Schulgebäudes zur Deckung des Raumbedarfs,
- Neubau Gebäudeteil mit Mensa-/ Aulanutzung mit Anschluss an das Schulgebäude,
- Abbruch der vorhandenen Sporthalle und Neubau einer Einfeld-Sporthalle und
- Umgestaltung und Neuherstellung des für die Nutzung benötigten Anteils der Freiflächen, der Verkehrs- und der technischen Grundstückserschließung.
Für die Schulnutzung sollen vielfältige Raumnutzungsmöglichkeiten entstehen. So sind u. a. 20 Unterrichtsräume, 12 Fachkabinette, 9 Differenzierungsräume, 3 Horträume, 4 Therapieräume geplant. Zudem soll eine Schulbibliothek, Räume für Unterrichtsvorbereitungen und Schulver-waltung, eine Mensa-/ Aula und neue Sanitärräume entstehen. Weiterhin ist aus schulkapazitiven Gründen der Neubau eine Einfeld-Sporthalle mit Teilbarkeit des Sportfeldes geplant, um parallel Unterricht mit zwei Klassen / Stammgruppen zu ermöglichen.
Die Stadt Jena konnte in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen der Schulbauförderung aus dem Schulinvestitionsprogramm für vier Schulbauvorhaben eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt ca. 17,1 Mio. Euro erhalten. Die Summe der darüber hinaus jährlich an die Stadt Jena ausgereichten Investitionspauschale für Schulgebäude aus dem Kommunalen Finanzausgleich betrug für die vergangenen zehn Jahre ca. 10,38 Mio. Euro.

