Durch KI-gestützte Textanalyse, Prozessbeschreibung und No-Code-Lösungen können Verwaltungsleistungen schneller entwickelt, angepasst und bereitgestellt werden. Die FSU Jena und das TMDI arbeiten gemeinsam an drei Projekten zur offenen Gestaltung von digitalen Verwaltungsarchitekturen – openDVA. Mit dem Projekt „Canarėno“ wurde eine KI-gestützte Analyse von Gesetzestexten entwickelt. Das Tool erleichtert und beschleunigt die Erstellung von Prozessbeschreibungen, die notwendig sind, um eine Verwaltungsleistung zu digitalisieren. Das zweite Forschungsprojekt „simPLEX“ befasst sich mit der Überführung bereits vorhandener Daten des Föderalen Informationsmanagements (FIM) in eine No-Code/Low-Code-Plattform: Mithilfe des Werkzeugs „FIM2Service“ können so digitale Verwaltungsformulare durch Mitarbeitende ohne Programmierkenntnisse eigenständig angepasst oder neu erstellt werden, was enorm zur digitalen Souveränität der Behörden beitragen kann. Das dritte Kooperationsprojekt „KollOM-FIT“ steht für Kollaboratives Ontologiemanagement. Hierbei wird ein ontologischer Wissensgraph aufgebaut, um komplexes Kontextwissen in der Verwaltung maschinenverständlich zu machen. „Wir wollen die Verwaltungsprozesse durchgängig digital gestalten, um den Alltag der Menschen, der Unternehmen wie auch der Verwaltung zu vereinfachen und die Verfahrensdauer erheblich zu verkürzen“, betont Staatssekretärin Starke. „Die Ergebnisse der bundesweit einmaligen Forschungsprojekte machen uns auf diesem Gebiet zu digitalen Vorreitern.“
Projektgruppenleiterin Marianne Mauch äußert sich positiv über die innovative Zusammenarbeit mit dem TMDI: „Wir sind sehr erfreut über die Vielfalt der Teilnehmer des 3.openDVA-Kongresses. Die Digitalisierung der Verwaltung ist kein Projekt einzelner Institutionen. Nur wenn wir als Wissenschaft gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft unsere Kompetenzen bündeln, können wir tragfähige Lösungen entwickeln, die auch nachhaltig in die Verwaltungspraxis hineinwirken. Unser Dank gilt daher den zahlreichen Partnern und Unterstützern, insbesondere dem TMDI und Frau Staatssekretärin Starke, die diesen Weg aktiv mitgestalten.“
Weitere Informationen unter: www.opendva.de

