„Das Gebäude soll seine Funktion als Kulturhaus wieder übernehmen und kultureller und sozialer Mittelpunkt der Gemeinde werden. Mit der grundhaften und energetischen Sanierung werden zwei nachhaltige Maßnahmen umgesetzt, die das Kulturhaus zukunftsfähig machen“, so Infrastrukturminister Steffen Schütz.
Im Zuge der grundhaften Sanierung werden unter anderem umfassende Dämm- und Abdichtungsarbeiten durchgeführt und das bestehende Brandschutzkonzept überarbeitet. Um neue Nutzungseinheiten zu schaffen, werden Wände ab- bzw. durchbrochen und teilweise neu errichtet. Die offene Treppenanlage aus Stahlprofil mit Holzstufen wird durch massive Stahlbetontreppen mit absturzsicheren Geländern ersetzt. Zudem werden die Fußböden und der Sanitärbereich erneuert. Die förderfähigen Gesamtkosten dieser Teilmaßnahme betragen ca. 6,1 Mio. Euro.
Im Zuge der ebenfalls geförderten energetischen Sanierung des Kulturhauses als weitere Teilmaßnahme wird die gesamte Gebäudehülle des Kulturhauses energetisch saniert und wärmegedämmt. Die Heizungs- und Lüftungsanlagen werden modernisiert und neue Beleuchtungskörper mit LED-Technik eingebaut. Auf dem neu konstruierten Dach wird zudem eine Photovoltaik-Anlage installiert, die Solarstrom für die Eigenversorgung des Hauses liefert und den Stromüberschuss einer im Außenbereich platzierten Solartankstelle (Ladesäule) zur Verfügung stellt. Durch die energetische Sanierung wird der jährliche Verbrauch von Endenergie-Heizwärme um rund 260 000 kWh reduziert.
„Ein Großteil des Gebäudes aus den 1980er Jahren, das mit vielfältiger Nutzungshistorie schon immer von zentraler und überregionaler Bedeutung war, ist derzeit nicht mehr nutzbar. Das muss und wird sich ändern. Ich freu mich sehr, dass wir hier mit Hilfe der Europäischen Union einen Rettungsanker für das Kulturhaus werfen können“, so Minister Schütz abschließend.

