Die Gesamtkosten des Projekts werden mit ca. 13,6 Millionen Euro veranschlagt. Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) fördert neben den Holzbaukosten auch Planungsleistungen anteilig mit einem Betrag von rund 317.600 EUR. „Das eingesetzte Rohholz stammt ausschließlich aus dem Thüringer Wald und dem Ilmenauer Stadtwald. Die Transportwege für die Baustoffe betrugen weniger als 150 Kilometer und am Bau sind ausschließlich regionale Firmen beteiligt. Dieser Holzbau ist eine Win-Win-Situation für die heimische Forst- und Bauwirtschaft sowie gute Publicity für die regionale Wertschöpfungskette Holz in Thüringen“, so Minister Schütz. Darüber hinaus wird die Freiraumgestaltung der Wohnanlage mit ca. 1,35 Millionen aus einem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung unterstützt.
Hintergrund:
Das Bauvorhaben ist Teil eines vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forst geförderten Forschungsvorhabens zur Wissenschaftlichen Analyse von Holz- und konventioneller Bauweise im Wohnungsbau. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Lebenszykluskostenbetrachtung angestellt. Holzbauweisen weisen demnach ein signifikant niedrigeres Treibhauspotenzial als konventionelle Bauweisen auf. Nach der Errichtung des Gebäudekomplexes in Massivholzbauweise ist zudem ein umfangreiches Gebäudemonitoring während der Nutzungsphase mit entsprechenden Messungen und Auswertungen energetischer und bauphysikalischer Werte durch die Fachhochschule Erfurt geplant.

