Ilm-Kreis:
Machbarkeitsstudie für einen Landschaftspflegehof in Ellichleben
Mit 43.000 Euro unterstützt das TMIL den Ilm-Kreis bei der Erstellung eines Nutzungskonzeptes für die Sanierung des Denkmalensembles Ellichleben inklusive Außenanlagen. Die leerstehenden, ortsbildprägenden Gebäude sollen erhalten und einer neuen Nutzung in den Bereichen Kultur, Bildung und Daseinsfürsorge zugeführt werden. Konkret sollen mit der Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten zur Etablierung eines Landschaftspflegehofes untersucht werden, indem die Kosten für Umbau, Ausstattung und Entwicklung eines Träger- und Finanzierungskonzeptes ermittelt werden. In diese Studie fließen außerdem Aspekte wie erneuerbare Energien, E-Mobilität, Umweltbildung, Hof-Café und Co-Working mit ein. Geplant ist, dass auf Grundlage dieses Konzeptes u.a. ein LEADER-Antrag für die Sanierung der Nebengelasse des Denkmalensembles Ellichleben gestellt wird. Das Projekt wird von Juni 2024 bis Dezember 2025 gefördert.
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt:
Umsetzungsmanagement eines Regionalen Entwicklungskonzepts für das Schwarzatal
Mit 48.000 Euro unterstützt das TMIL die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Rennsteig-Schwarzatal bei der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK). Das Konzept stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung der Region dar, zu der die zwölf Städte und Gemeinden Bad Blankenburg, Cursdorf, Deesbach, Döschnitz, Goldisthal, Katzhütte, Meura, Rohrbach, Schwarzatal, Schwarzburg, Sitzendorf und Unterweißbach gehören. Mit Hilfe des Umsetzungsmanagements sollen erste Projekte realisiert werden, die im Rahmen der zuvor erfolgten Fortschreibung des REK als Schlüsselprojekte identifiziert wurden. Die inhaltlichen Schwerpunkte des REK lagen in den Themenbereichen Klima und Natur, Daseinsvorsorge sowie Attraktivität der Region als Wohn- und Tourismusdestination. Das Vorhaben unterstützt überdies die Verstetigung der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region. Es wird von September 2024 bis Dezember 2025 gefördert.
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt/Saale-Orla-Kreis:
Erstellung eines Integrierten länderübergreifenden Regionalen Entwicklungskonzeptes für die Städte Lehesten und Wurzbach
Mit 6.900 Euro unterstützt das TMIL die Städte Lehesten (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) und Wurzbach (Saale-Orla-Kreis) bei der Erstellung eines Integrierten Länderübergreifenden Regionalen Entwicklungskonzeptes (ILREK).
Das ILREK bildet die fachliche Grundlage für die interkommunale Zusammenarbeit der geplanten bayrisch-thüringischen ILE Rennsteig und soll Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung dieser Region festlegen. Die Erstellung eines ILREKs ist Voraussetzung für die Nutzung von Fördermitteln und bildet die Grundlage für die zukünftigen Projekte. Das Besondere an der regionalen ILE Rennsteig ist die landkreis- und länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Thüringen.
Ziel des geförderten Projektes ist u.a. die Vorbereitung einer Kooperationsvereinbarung der teilnehmenden Gemeinden als Grundlage für eine länderübergreifende kommunale Arbeitsgemeinschaft. Gemeinsame Themenschwerpunkte des Entwicklungskonzeptes sind u.a. hausärztliche Versorgung, erneuerbare Energien und Tourismus in der Rennsteig-Region. Das Projekt wird von Juli 2024 bis Dezember 2024 gefördert. Der Thüringer Anteil am Gesamtprojekt beträgt rund 14 %, der bayerische rund 86 %.
Saale-Orla-Kreis:
Machbarkeitsstudie für den Kreativraum Tanna
Die Stadt Tanna plant, einen Kreativraum vor allem für Kinder und Jugendliche aus der Region einzurichten. Mit dieser Maßnahme soll die Region attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden, womit auch ein Ziel des Landesentwicklungsprogramms durch das funktionsteilige Grundzentrum Tanna, Hirschberg und Gefell umgesetzt wird. Der Kreativraum soll in einem im Eigentum der Stadt Tanna stehenden Gebäude in Sichtweite der Schule eingerichtet werden. Dadurch wird angestrebt, einerseits die Freizeitangebote in der Region zu verbessern und andererseits die Bildungs- und Freizeitfunktion im Grundzentrum miteinander zu verknüpfen.
Mit 33.700 Euro fördert das TMIL eine Machbarkeitsstudie der Stadt Tanna zu diesem Projekt. Die Studie soll eine konkrete Planungsgrundlage hinsichtlich Kosten für Umbau, Ausstattung und Entwicklung eines Träger- und Finanzierungskonzeptes erarbeiten. Erwähnenswert ist das Engagement der Unternehmen vor Ort an diesem Projekt. Eingebettet ist das Vorhaben in das Regionale Entwicklungskonzept „Saale-Rennsteig 2007-09“, das als Handlungsfeld u.a. die Sicherung sozialer und kultureller Angebote festschreibt. Das Projekt wird von Juni 2024 bis Dezember 2024 gefördert.
Landkreis Hildburghausen:
Zentrum für nachhaltiges Bauen in Schloss Bedheim (Römhild)
Die „Neue Remise“ von Schloss Bedheim wurde bereits als Projekt der Regionalentwicklung bis 2018 gefördert. Der Holzbau war unter dem Namen „Sch(l)afstall“ ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen.
Mit 190.000 Euro unterstützt das TMIL den Förderverein Schloss Bedheim nun bei der Umsetzung eines weiteren Schlüsselprojektes. Ziel ist u.a. die Schaffung einer regionalen Anlaufstelle zur Entwicklung nachhaltiger Baumethoden in den Bereichen Handwerk, Landwirtschaft und Architektur. Darüber hinaus soll Schloss Bedheim als Standort für Workshops und Fortbildungsangebote, Wissenstransfer, Kultur und Austausch gestärkt werden. Auch die Errichtung der Bauhütte Bedheim als Zentrum für experimentelles, ressourcenschonendes, kreislaufgerechtes, multidisziplinäres Bauen und Wirtschaften ist geplant. Das Projekt wird von Juni 2024 bis Juni 2026 gefördert.
Landkreis Sonneberg:
Begleitung der Interkommunalen Allianz Neustadt b. Coburg – Sonneberg bei der Umsetzung des Integrierten ländlichen regionalen Entwicklungskonzepts
Mit 105.000 Euro unterstützt das TMIL die Stadt Sonneberg bei der Fortführung des Umsetzungsmanagements des ILREK. Dabei soll die Umsetzung konkreter Projekte aus dem Entwicklungskonzept begleitet und nachhaltige, dauerhafte Strukturen für Netzwerke und Projektpartner geschaffen werden. Diese sollen auch über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben und selbstständig agieren. Im Fokus stehen u.a. die Stärkung der stadt-/landübergreifenden ÖPNV-Verbindungen, die länderübergreifende Zusammenarbeit der Berufsschulen sowie die Vernetzung der Radwege zwischen Thüringen und Bayern. Das Projekt wird von Juli 2024 bis Dezember 2026 gefördert.
Antragfrist für Förderperiode 2025
Im Rahmen der Richtlinie „Regionalentwicklung und demographischer Wandel“ des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft sind noch kurzfristig Bewerbungen für die Förderperiode 2025 möglich. Die Antragsfrist endet am 30. September 2024.

