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Medieninformation Bio muss nicht teurer sein - Pilotprojekt in Dermbach zu „Bio-Regio in die Kitas in Thüringen“


Gestern (18.11.) wurden auf der Abschlussveranstaltung in der Kindertagesstätte Löwenzahn in Dermbach die Ergebnisse des Projekts „Bio-Regio in die Kitas in Thüringen“ vorgestellt. Das Projekt wurde vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) finanziell unterstützt und vom Thüringer Ökoherz e.V. umgesetzt. Neben einem Leitfaden zur Einführung von Biolebensmitteln in Thüringer Kindertageseinrichtungen und weiterführenden Beratungsangeboten wurde in der Kita Löwenzahn ein Pilotprojekt entwickelt. „Damit wir unsere heimische Biowirtschaft nachhaltig stärken können, brauchen wir möglichst geschlossene regionale Öko-Wertschöpfungsketten in Thüringen. Ein wichtiger Baustein dafür sind Gemeinschaftsversorgungen. Kitas und Schulen sind hierfür wichtige Partnerinnen, da neben der Verpflegung auf biologischer Basis auch die Werte des Ökolandbaus pädagogisch vermittelt werden können“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij.

Übergabe des Zertifikats für die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ für die erfolgreiche Teilnahme am Bio-Coaching im Rahmen des Projektes „Bio-Regio in die Kitas von Thüringen“ sowie einer Rezeptsammlung
Übergabe des Zertifikats für die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ an Gabi Limpert und Carmen Reinel (Küchenteam) für die erfolgreiche Teilnahme am Bio-Coaching im Rahmen des Projektes „Bio-Regio in die Kitas von Thüringen“ sowie einer Rezeptsammlung: Melanie Werner, Sara Flügel (Thüringer Ökoherz e.V.; Gabi Limpert und Carmen Reinel (Küchenteam), Thomas Hugk, Bürgermeister Gemeinde Dermbach, Kerstin Kürschner, TMIL (v.l.n.r.)

Das Vorhaben „Bio-Regio in die Kitas in Thüringen“ ist Teil der Projektförderung 2023/2024 des TMIL zur „Entwicklung der Thüringer Bio-Branche“. Das Grundanliegen des TMIL ist ein weiteres marktangepasstes und umweltkonformes Wachstum des ökologischen Landbaus im Freistaat. Dafür bedarf es insbesondere des Auf- und Ausbaus regionaler Öko-Wertschöpfungsketten, indem unter anderem mehr regionale Bio-Lebensmittel in gemeinschaftlichen Verpflegungseinrichtungen und insgesamt in der Außer-Haus-Verpflegung verwendet werden. Das geförderte Vorhaben hatte zum Ziel, an Bio-Verpflegung interessierte Thüringer Kindergarten als Pilotprojekt zu akquirieren, den eingesetzten Anteil an bio-regionalen Lebensmittel zu steigern und daraus praktische Erkenntnisse für den Leitfaden zur Einführung von Bio-Lebensmitteln in Thüringer Kindertageseinrichtungen abzuleiten.

Die Kita Löwenzahn in Dermbach/Diedorf nahm erfolgreich am Bio-Coaching durch den Thüringer Ökoherz e.V. teil. Im Ergebnis gelang es, den Anteil saisonaler Bio- Lebensmittel aus regionalem Anbau im Rahmen der angebotenen Verpflegung zu steigern. Trotz höherem Einsatz von Bio-Lebensmitteln konnten die eingesetzten Kosten gesenkt werden. Wesentlich für den Erfolg war neben der finanziellen Machbarkeit auch das persönliche Engagement des Kindertagesstätten-Personals.

Als Kooperationspartner der Kita Löwenzahn konnten ein bio-zertifizierte Bauernhof aus Unterkatz sowie Einzelhändler und Direktvermarkter aus Dermbach gewonnen werden.

„Das Projekt hat stellvertretend für das ländlich geprägte Thüringen eindrucksvoll gezeigt, wie der Einsatz von bio-regionalen Lebensmitteln, auch Dank Engagement und Mut seitens der Einrichtung gelingen kann“, so Sara Flügel, Geschäftsleiterin des Thüringer Ökoherz e.V.. „Gleichzeitig wurde deutlich, auf welche Kompromisse – etwa durch herausfordernde Infrastruktur und Logistik – zunächst eingegangen werden muss, um langfristig Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.“

Der Ökolandbau ist in Thüringen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. „Mit unseren politischen Weichenstellungen und einer Förderung von insgesamt 86 Millionen Euro seit 2016 haben wir starke Impulse für diese positive Entwicklung gesetzt“, so Ministerin Karawanskij. Im Jahr 2023 wurden fast 62.300 Hektar ökologisch bewirtschaftet, fast 30.000 Hektar mehr als 2015. Das ist nahezu eine Verdoppelung der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Thüringen. Gemessen an der Zahl aller landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen wirtschaften 531 als Ökobetriebe. Auch hier ist die Zahl seit 2015 um über 75 Prozent gestiegen. Für den weiteren Ausbau des Thüringer Ökolandbaus sei nun vorrangig, die Verarbeitungs- und Absatzkapazitäten im Freistaat auszubauen. Das Pilotprojekt in der Kita Löwenzahn habe hierbei Vorbildwirkung.

Weitere Informationen zur schrittweisen Einführung von Bio-Lebensmitteln in Thüringer Kindertagesstätten inklusive Checklisten siehe Leitfaden: Einführung von Bio-Lebensmitteln in Thüringer Kindertageseinrichtungen <https://bio-thueringen.de/startseite/leitfaden-einfuehrung-von-bio-lebensmitteln-in-thueringer-kindertageseinrichtungen/>  und die Kurzversion zur Bioumstellung in Kindergärten. <https://bio-thueringen.de/wp-content/uploads/2024/07/2024_09_Oekoherz_Bio-Umstellung_Kita_2024_07-komprimiert.pdf>

Das beiliegende Foto kann gerne für die Berichterstattung verwendet werden, vorgeschlagene Bildunterschrift:

Übergabe des Zertifikats für die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ an Gabi Limpert und Carmen Reinel (Küchenteam) für die erfolgreiche Teilnahme am Bio-Coaching im Rahmen des Projektes „Bio-Regio in die Kitas von Thüringen“ sowie einer Rezeptsammlung: Melanie Werner, Sara Flügel (Thüringer Ökoherz e.V.; Gabi Limpert und Carmen Reinel (Küchenteam), Thomas Hugk, Bürgermeister Gemeinde Dermbach, Kerstin Kürschner, TMIL (v.l.n.r.)

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