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‚Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen‘ in Thüringer Verkehrssicherheitsrat aufgenommen


Heute fand die halbjährliche Sitzung des Thüringer Verkehrssicherheitsrats (TVSR) statt. Im Rahmen der Sitzung wurde beschlossen, die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen e. V. (AGFK-TH) als neues Mitglied in den Thüringer Verkehrssicherheitsrat aufzunehmen. Damit besteht der TVSR nun aus 20 Mitgliedern.

Mitglieder und Vertreter des Verkehrsicherheitsrates lächelt als Gruppe in die Kamera
Foto: TMIL/J. Franke

Unter der Leitung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft bündelt der TVSR Behörden, Institutionen und Verbände, die sich mit dem Themenkomplex „Erhöhung der Verkehrssicherheit“ befassen. Der TVSR dient der Förderung der Verkehrsaufklärungs- und -erziehungsarbeit im Freistaat. Im Rahmen der zweimal im Jahr stattfindenden Sitzungen werden vor allem aktuelle Verkehrssicherheitsthemen beraten. Durch die Aufnahme der AGFK-TH hat sich der Verkehrssicherheitsrat noch einmal inhaltlich verstärkt, was sich auch auf die Umsetzung des Thüringer Verkehrssicherheitsprogramms 2030 positiv auswirken wird. Das vor einem Jahr vom TMIL vorgelegte Programm hat das Kernziel, bis zum Jahr 2030 die Anzahl der im Thüringer Straßenverkehr getöteten Personen um weitere 40 Prozent zu reduzieren.

Im Rahmen der Sitzung diskutierten die Mitglieder u. a. über die Entwicklungen in der aktuellen Verkehrsunfallstatistik, die Absicherung von Pannenfahrzeugen und die ersten Erfahrungen mit der Cannabislegalisierung im Straßenverkehr. Des Weiteren wurde der Weg geebnet für die Durchführung eines gemeinsamen Verkehrssicherheitsforums in 2025.

Die TVSR-Sitzung wurde dieses Mal bei der DEKRA e. V. Landesstelle Thüringen in Erfurt durchgeführt. Deren Leiter Mario Lindner nutzte die Möglichkeit, dem Gremium den neuen DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2024 „Verkehrsräume für Menschen“ vorzustellen. Rund um dieses Thema beleuchtet der 17. Report der Reihe zahlreiche Problemfelder aus Sicht der Unfallforschung, der Verkehrspsychologie, der Fahrzeugtechnik, der Infrastrukturgestaltung und der Gesetzgebung.

„Mehr denn je steht die Straßeninfrastruktur im Spannungsfeld unterschiedlichster Ansprüche. Hinzu kommt der rasante Wandel im Mobilitätsverhalten“, so Lindner. „Weiterentwicklungen in den Bereichen Sensorik, Rechnerleistung und Akkukapazität haben neue Mobilitätsformen hervorgebracht oder bisherige revolutioniert. Der Wandel vollzieht sich dabei schneller, als Anpassungen der Infrastruktur möglich sind. Angesichts dieser komplexen Herausforderungen sind die sorgfältige Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen wichtiger denn je, um Unfälle möglichst ganz zu vermeiden oder zumindest ihre Folgen zu minimieren.“

Weiter führte Lindner aus: „Die Anforderungen an die Straße sowie den zugehörigen Seitenraum hängen dabei von vielen Parametern ab - etwa vom Zweck der Straße, von der erwarteten Verkehrsstärke und vom Modal Split, also der Nutzung der Straße mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Nicht zuletzt spielt es auch eine Rolle, wer die Kosten für Planung, (Um-)Bau und Unterhalt trägt. Aber egal, ob Infrastruktur für den Mischverkehr ausgelegt ist wie Orts- und Landstraßen, oder ob sie bestimmten Gruppen an Nutzenden vorbehalten ist wie etwa Fußgängerzonen, Radschnellwege oder Autobahnen: Die Sicherheit muss immer im Fokus stehen“, betonte der DEKRA Experte.

Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2024 „Verkehrsräume für Menschen“ steht online unter www.dekra-roadsafety.com zum Download zur Verfügung.

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