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Medieninformation 5. E-Government-Kongress in Erfurt: Cloud-Rechenzentrum für die Thüringer Kommunalverwaltung vereinbart


Thüringer Verwaltungscloud wird zu IT-Basisdienst für ein virtuelles kommunales Rechenzentrum ausgebaut

Heute (16.09.) fand der 5. E-Government-Kongress im Erfurter Steigerwaldstadion zum Thema „Digitale Souveränität“ mit einer Rekordbeteiligung von 700 Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft statt. Neben 24 Fachvorträgen und Workshops wurden auch konkrete Ergebnisse erzielt. So geht der Freistaat Thüringen einen entscheidenden Schritt, die Souveränität der digitalen Verwaltung zu stärken. Mit der Thüringer Verwaltungscloud (ThVC) wird den Thüringer Kommunen eine leistungsfähige und sichere IT-Infrastruktur zentral zur Verfügung gestellt.

Die neue, digital souveräne Verwaltungscloud wird gemeinsam vom zentralen kommunalen IT-Dienstleister KIV Thüringen GmbH und dem Thüringer Landesrechenzentrum (TLRZ) zu einem „virtuellen kommunalen Rechenzentrum“ weiterentwickelt. Mit der Verwaltungscloud profitieren die Thüringer Kommunen künftig von einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur, die sich bereits in der Thüringer Landesverwaltung im Einsatz befindet. Erklärtes Ziel der Thüringer Landesregierung ist die digitale Transformation der Verwaltung. Thüringens Digitalminister Steffen Schütz verdeutlicht: „Wir verfolgen konsequent den Grundsatz einer einheitlichen Software, betrieben auf einheitlicher Hardware mit einem einheitlichen Ansprechpartner.“ Die Thüringer Digitalstaatssekretärin Milen Starke ergänzt: „Eine gemeinsame und sichere Nutzung der Cloud stärkt die Kommunen und spart Personal und Geld.“ Nach einem erfolgreichen Testbetrieb der Verwaltungscloud mit der Gemeinde Lauscha sollen weitere Kommunen schrittweise umgestellt werden.

Um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu verringern, setzt das TMDI insbesondere auf Open-Source-Software, die eine herstellerunabhängige Weiterentwicklung und einen langfristigen Eigenbetrieb ermöglichen. „Eine moderne IT-Infrastruktur ist die Grundlage für eine zukunftsfähige und transparente Verwaltung, die den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen gerecht werden kann“, sagt Digitalminister Steffen Schütz.

Timo König von der Open Source Business Alliance betont als Speaker beim E-Government-Kongress: "Thüringen spielt bei OpenSource Lösungen bundesweit vorne mit und braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Die entwickelten digital souveränen Lösungen wie OpenTalk, Nextcloud und OpenProject laufen bereits und weitere wichtige Projekte sind in der Pipeline. Thüringen ist bei der Digitalen Souveränität bereits ziemlich gut aufgestellt."

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