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Landesbau

Die Maßnahmenpalette des Landesbaus ist sehr vielseitig. Das Betätigungsfeld erstreckt sich vom Bürogebäude über Polizeiinspektionen, Residenzschlösser, Gerichtsgebäude, Justizvollzugsanstalten, Hörsaal- und Seminargebäude, Forschungslabore, Institute, Bibliotheken, Museen und Archive bis hin zu geschichtlich bedeutsamen Stätten im Rang des UNESCO-Weltkulturerbes.

Im Zeitraum von 1991 bis 2023 setzte die Bauverwaltung ein Bauvolumen von rund 4,9 Milliarden Euro im Landesbau um. Aktuell sind rund 50 große (> 2 Mio. Euro) und ca. 140 kleine (< 2,0 Mio. EUR) in Bearbeitung.

Ein weiteres vielfältiges Aufgabengebiet des Staatlichen Hochbaus besteht in der baufachlichen Begleitung und Prüfung von Baumaßnahmen mit Zuwendungen des Landes für Dritte. Hierzu gehören bspw. die internationalen Sportbauten in Oberhof, überregional bedeutsame Kulturbauten oder die Krankenhausbauförderung.

Grundsatz des Landesbaus

Zu den Grundsatzangelegenheiten gehört vor allem die Festlegung einer  Strategie im Landesbau, um die Unterbringung der nutzenden Verwaltungen sachgerecht sicherstellen zu können. Ein weiterer Punkt ist die baufachliche Mitwirkung bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für Staatliche Hochbaumaßnahmen (Einzelplan 18) und der mittelfristigen Hochbauplanung.

Die Mitarbeit in länderübergreifenden Gremien des Staatlichen Hochbaus sowie des Hochschulbaus sichert ein möglichst einheitliches Verwaltungshandeln in Deutschland.

Die Richtlinie zur Durchführung von Bauaufgaben im Freistaat Thüringen (RLBau) ist regelmäßig auf Aktualität zu prüfen. Ziel ist es, ein schlankes und möglichst unbürokratisches Regelwerk zu erhalten. Sukzessive werden dabei die erforderlichen Abläufe und Muster digital aufbereitet.

Richtlinie für Bauaufgaben und Downloads

Übersicht zur Richtlinie für Bauaufgaben und Muster zum Download

Ressortbau

Zum Ressortbau gehören die Gebäude der Staatskanzlei, des Landtages, des Rechnungshofes, der Ministerien sowie der jeweils nachgeordneten Behörden.

Die Palette reicht von Parlaments-, Gerichts- und Verwaltungsgebäuden über Verbraucherschutzlabore, Spezialschulen für Sport, Musik und Sprachen, die Fortbildungseinrichtungen in Trägerschaft des Landes, Sportanlagen, Justizvollzugsanstalten sowie Unterkünfte bis zu Spezialbauten für die Polizei.

Voraussetzungen für eine effiziente Aufgabenwahrnehmung der Einrichtungen des Landes ist die Schaffung und Erhaltung zweckentsprechender baulicher Rahmenbedingungen. Dabei unterliegen die funktionellen und rechtlichen Anforderungen einer stetigen Weiterentwicklung, wodurch entsprechende bauliche Anpassungen oder Umnutzungen im Baubestand notwendig werden.

Die Hochbauverwaltung hat als Teil der Landesregierung die Verpflichtung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. In Verantwortung für die kommenden Generationen werden die Schwerpunkte der kommenden Jahre energetische Gebäudeoptimierung, Modernisierung und Sanierung sein. Dabei kommen aktuelle Themen wie Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in den Fokus. In gleichem Maße wachsen die Anforderungen an eine zweckmäßige Unterbringung der Behörden und Einrichtungen.

Bauprojekte des Staatlichen Hochbaus Thüringen auf der Webseite des TLBV

Hochschulbau

Zum Bereich Hochschulbau gehören Baumaßnahmen für Wissenschaft, Lehre und Forschung an den Universitäten in Jena, Erfurt, Schmalkalden und Nordhausen, der Dualen Hochschule Gera-Eisenach und der Musikhochschule in Weimar. Spezielle Bauten sind Labore, Bibliotheken und Mensen.

Die Umsetzung erfolgt über das Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) bzw. durch Hochschulen, denen die Wahrnehmung von Aufgaben der Bauherrenvertretung genehmigt worden ist.

Bauprojekte des Hochschulbaus auf der Webseite des TLBV

Kulturbau

Thüringen hat ein reiches kulturelles Erbe. Auch der Staat besitzt solche denkmalgeschützten Liegenschaften und bekennt sich zu seiner daraus folgenden Verantwortung. Das Thüringer Staatsarchiv wurde bspw. mit einem hochmodernen Tiefenmagazin im Marstall in Weimar untergebracht. Das Landesamt für Denkmalpflege ist in einer ehemaligen Kaserne auf dem Petersberg in Erfurt einquartiert.  Der Bereich Archäologie wurde mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte im Poseckschen Garten in Weimar angesiedelt. Auch Gerichte sind oft in repräsentativen denkmalgeschützten Bauten untergebracht und müssen auch modernen Anforderungen an Sicherheit und Digitalisierung entsprechen.

Für das Museum „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ baute die Hochbauverwaltung die ehemaligen Repräsentationsräume des Gauleiters und Beauftragten für Zwangsarbeit Fritz Sauckel im ehemaligen Weimarer Gauforum um.

Die enteignete Liegenschaft Reinhardsbrunn befindet sich derzeit im Allgemeinen Grundvermögen und wird denkmalgerecht gesichert. Die ehemalige Schlosskapelle geht als vorgezogene Baumaßnahme 2025 in Nutzung. Parallel findet ein mehrstufiges Nutzungsfindungsverfahren für die Gesamtliegenschaft statt.

Krankenhausbau

Für das einzige Thüringer Universitätsklinikum wird seit 1999  eine zentralisierte Unterbringung am Standort Jena-Lobeda verfolgt, um unwirtschaftliche Streuliegenschaften aufgeben zu können. Dort wurden in 2 Bauabschnitten wesentliche Teile der Krankenversorgung sowie zugehörige Foschungs- und Laborgebäude untergebracht. Ein weiterer Campus besteht im Landgrafengebiet für die Psychiatrie. Hierbei unterstützt die Hochbauverwaltung durch baufachliche Beratung und Prüfung im Rahmen der Zuwendungsbauförderung des Landes bzw. des Bundes.

Das Thüringer Sozialministerium fördert Investitionskosten für Krankenhäuser nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz des Bundes. Dabei berät die Bauverwaltung die kommunalen, frei gemeinnützigen, konfessionellen und privaten Krankenhausträger und prüft die Anträge und Verwendungsnachweise.

Bauprojekte des Staatlichen Hochbaus in Thüringen - Zuwendungsbau - auf der Seite des TLBV 

Zuwendungsbau

Das Land und der Bund geben erhebliche Zuwendungen und Investitionshilfen für gemeinwohlorientierte Baumaßnahmen. Hierbei erfüllt die Hochbauverwaltung Aufgaben der baufachlichen Beratung und Prüfung der förderungsfähigen Kosten. Im Rahmen der Beratungs- und Prüfaufgaben sorgt der Staatliche Hochbau in der Planungs- und Ausführungsphase dafür, dass die Fördermittel zweckentsprechend verwendet werden, die bauliche Lösung angemessen und wirtschaftlich ist und die Betriebskosten möglichst niedrig sind.

Als Beispiele seien die Sportbauten Oberhof (Biathlonarena und Rennschlittenbahn), die Multifunktionsarenen in Erfurt und Jena, Mensa-Neubauten für das Studierendenwerk und Touristeninformationszentren zu nennen.

Bauprojekte des Staatlichen Hochbaus in Thüringen - Zuwendungsbau - auf der Seite des TLBV

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